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EECHAG – Update 04.03.2008

Prospekthaftungsansprüche gegen Vorstand
Am 14./15.02.2008 und 21./22.02.2008 fanden nun weitere mündlichen Verhandlungen vor dem Landgericht Hamburg statt. Das Gericht ließ erkennen, dass es die von unserer Kanzlei eingereichten Klagen auch weiterhin für begründet hält.
Die ersten Urteile werden voraussichtlich am 06./07.03.2008 verkündet.

Im Rahmen der mündlichen Verhandlungen wurde nun erstmals auch die Frage von möglichen Prospekthaftungsansprüchen erörtert.

Die EECH ließ durch ihre Prozessbevollmächtigten im Berufungsverfahren ausführen, dass für die Zahlung der Zinsen erforderliche Rendite in Höhe von 15% mit regenerativen Energien nicht zu erzielen sei. Entspricht dies den Tatsachen, hätte die EECH diese Information in ihren Prospekt mit aufnehmen müssen.

Da dies nicht in der Fall war, kommen nun auch Prospekthaftungsansprüche gegen die Vorstände der EECH in Betracht. Im Falle der erfolgreichen Durchsetzung dieser Prospekthaftungansprüche, würde z.B. der Vorstand der EECH, Herr Tarik Ersin Y. mit seinem gesamten Privatvermögen haften.

Selbst wenn die derzeit vor dem Landgericht Hamburg anhängigen Verfahren gegen die EECH AG gewonnen werden, ist es aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung leider nicht absehbar, ob diese Ansprüche dann auch erfolgreich vollstreckt werden können.

Bei Prospekthaftungsansprüchen gilt zu beachten, dass diese u.U. bereits

3 Jahre nach Zeichnung der Anleihen, bzw. Auflage der jeweiligen Prospekte verjähren!

Wir können Ihnen daher nur raten, sich möglichst frühzeitig auch um die Geltendmachung der Ihnen möglicherweise zustehenden Prospekthaftungsansprüche zu kümmern.

Um die Ansprüche zu sichern, gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Es wird eine weitere Klage gegen den Vorstand der EECH erhoben. Eine solche Klage ist verbunden mit relativ hohen Anwalts- und Gerichtskosten. Die Kosten sind identisch, wie die Kosten des Hauptsacheverfahrens. Eine Klageerweiterung können wir aufgrund der dadurch eintretetenden zeitlichen Verzögerung nicht empfehlen. Vielmehr sollten Sie momentan alles vermeiden, was den Rechtsstreit verzögert, damit die jeweiligen Ansprüche so bald wie möglich tituliert werden können.

2. Unsere Kanzlei leitet für Sie ein Schlichtungsverfahren ein. Durch das Schlichtungsverfahren wird eine etwaig noch laufende Verjährungsfrist für weitere 6 Monate gehemmt. Das Schlichtungsverfahren ist weitaus günstiger, als ein weiteres Klageverfahren und wir können den Abschluss des Klageverfahrens gegen die EECH und die sich daran anschließenden Vollstreckungsmaßnahmen abwarten.

Die Kosten für das Schlichtungsverfahren berechnen sich wie folgt:

Streitwert bis € 5.000,00 : Anwaltskosten € 300,00 netto

Streitwert € 5.000,01 bis € 10.000,00: Anwaltskosten € 350,00 netto

Streitwert € 10.000,01 bis € 20.000,00: Anwaltskosten € 400,00 netto

Streitwert € 20.000,01 bis € 50.000,00: Anwaltskosten € 450,00 netto

Streitwert über € 50.000,00, Anwaltskosten € 500,00 netto

Die Gerichtskosten der Gütestelle betragen ca. € 150,00.

Bitte teilen Sie uns mit, wenn wir für Sie das Schlichtungsverfahren einleiten sollen.

Sollten wir keinen ausdrücklichen schriftlichen Auftrag für die Einleitung eines Schlichtungsverfahren erhalten, beschränkt sich unsere Mandatsverhältnis auf den bisher erteilten Auftrag (Geltendmachung von Ansprüchen gegen die EECH Energy Consult Holding AG)


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Über den Autor

Rechtsanwalt Steffen Liebl hat langjährige forensische Erfahrungen vor allem bei der Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen wegen fehlerhafter Anlageberatung für Mandanten, die Aktien, Aktienfonds, Medienfonds, Schiffsfonds, offene und/ oder geschlossene Immobilienfonds, Lebensversicherungsfonds, Inhaberschuldverschreibungen oder weitere Anlageprodukte erworben hatten.
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