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Positiver Hinweis des OLG Nürnberg zu Darlehenswiderruf

München, 25.02.2016: Das Oberlandesgericht Nürnberg hat einen verbraucherfreundlichen Hinweisbeschluss zum Thema Darlehenswiderruf erlassen.

Nach dem Hinweisbeschluss des Oberlandesgerichts Nürnberg vom 08.02.2016, Az. 14 U 895/15 ist eine nach Medienberichten von der PSD-Bank verwandte Widerrufsbelehrung nicht ordnungsgemäß, da der Verbraucher darin nicht eindeutig über den Beginn der Widerrufsfrist in Kenntnis gesetzt wurde.

 „Dieser aktuelle Hinweisbeschluss erlangt unseres Erachtens umso mehr Brisanz als derartige Widerrufsbelehrungen vielfach verwendet wurden, das Widerrufsrecht jedoch für zwischen dem 01.09.2002 und dem 10.06.2010 abgeschlossene Darlehensverträge nach einem Beschluss des Bundestags endgültig am 21.06.2016 erlöschen soll“, so Rechtsanwalt Alexander Kainz von der auf Kapitalmarktrecht spezialisierten Kanzlei CLLB Rechtsanwälte mit Standorten in München und Berlin. „Betroffenen Verbrauchern, deren Darlehensverträge eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung aufweisen, bleibt daher nicht mehr viel Zeit, um ihre Rechte geltend zu machen“, so Rechtsanwalt Kainz weiter.

Bislang galt das Widerrufsrecht für Darlehen, die nach dem 01.11.2002 abgeschlossen wurden, grundsätzlich zeitlich unbegrenzt, sofern der Verbraucher nicht bzw. nicht ordnungsgemäß über das Widerrufsrecht belehrt wurde.

„Eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung ermöglicht es dem Bankkunden aktuell noch, sich auch Jahre nach Abschluss des Darlehens von dem Darlehensvertrag mit hohen Zinsen zu lösen und dies ohne eine Vorfälligkeitsentschädigung entrichten zu müssen“, so Rechtsanwalt Alexander Kainz, der in der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte zahlreiche dieser Fälle betreut. Sofern das Darlehen bereits abgelöst und eine Vorfälligkeitsentschädigung bezahlt wurde, kann auch diese ggf. zurückgefordert werden. Zudem hat der Verbraucher grundsätzlich die Möglichkeit, die von der Bank gezogenen Nutzungen herauszuverlangen.

Die CLLB Rechtsanwälte mit Standorten in München und Berlin raten daher allen betroffenen Bankkunden – gerade auch im Hinblick auf die gesetzliche Neuregelung – nicht länger abzuwarten, sondern zeitnah die in ihren Darlehensverträgen enthaltenen Widerrufsbelehrungen von einer auf Kapitalmarktrecht spezialisierten Kanzlei überprüfen zu lassen.


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Über den Autor

Alexander Kainz hat langjährige forensische Erfahrungen vor allem bei der Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen wegen fehlerhafter Anlageberatung für Mandanten, die Aktien, Aktienfonds, Medienfonds, Schiffsfonds, offene und/ oder geschlossene Immobilienfonds, Lebensversicherungsfonds oder ähnliche Anlageprodukte erworben hatten.
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