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UDI Energie FESTZINS 11- gezielte Täuschung der Anleger?

Die Anlegergelder, die in die UDI Energie FESTZINS 11 GmbH & Co. KG fließen, sind – anders als der Name FESTZINS suggeriert – keinesfalls sicher. Hierbei handelt es sich um hochspekulative Nachrangdarlehen. Bei einem Nachrangdarlehen besteht die Gefahr eines Totalverlusts. Denn erst wenn die Forderungen sämtlicher anderen Gläubiger beglichen wurden, wird das Nachrangdarlehen bedient und der Anleger erhält etwaige Rückzahlungen. Insbesondere im Insolvenzfall geht der Darlehensgeber daher oftmals leer aus.

Warum der Mitbegründer der Quelle Bank (jetzt: ING-DiBa) und der Umweltbank AG Georg Hetz, der den UDI Energie FESTZINS 11 konstruiert hat, dennoch den Namen FESTZINS gewählt hat, bleibt sein Geheimnis. Auffällig ist auch, dass der Ex-Banker Hetz sowohl Geschäftsführer der Emittentin UDI Energie FESTZINS 11 GmbH & Co. KG als auch Geschäftsführer der Komplementär-GmbH (persönlich haftenden Gesellschafterin) UDI Festzins Verwaltungs GmbH ist. Es ist insofern die Gefahr einer Interessenkollision gegeben.

Bei dieser Anlage besteht weiter ein Blind-Pool-Risiko, da völlig unklar ist, in was die Anlegergelder konkret investiert werden sollen.

Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist ein Anleger vor Abschluss der Anlage über alle Risiken und entscheidungserheblichen Umstände aufzuklären. Weiter muss die Bewertung und Empfehlung des Anlageobjekts unter Berücksichtigung der persönlichen Situation des Anlegers vor Abschluss der Anlage vertretbar sein. Die Grenze einer anlegergerechten Beratung ist z. B. dann überschritten, wenn der Berater einem Anleger, der eine sichere Anlage für die Altersvorsorge wünscht, eine hochriskante Anlageform– wie die hiesige – empfiehlt. Lässt sich eine unterlassene Risikoaufklärung/ Falschberatung in nur einem anlagerelevanten Umstand nachweisen, so besteht ein Anspruch auf Schadensersatz, gerichtet auf Rückabwicklung der gesamten Anlage. Der Anleger erhält dann das in die Kapitalanlage investierte Kapital abzüglich etwaiger Zinszahlungen zurück.

Rechtsanwältin Linz von der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte, mit Sitz in München und Berlin rät Anlegern, die sich fehlerhaft beraten fühlen, ihre Ansprüche von einer auf Kapitalmarktrecht spezialisierten Kanzlei prüfen zu lassen.

Verfügt ein Anleger über eine Rechtsschutzversicherung, so übernimmt diese in vielen Fällen die Kosten eines etwaigen Prozesses wegen fehlerhafter Anlageberatung.


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Über den Autor

Manon Linz wurde mit den folgenden wichtigen Fällen betraut: ALAG Auto-Mobil GmbH & Co. KG, Inncona GmbH & Co. Leasingsfonds KG, Dubai Sports City GmbH & Co. KG, TIV Trendinvest GmbH & Co. Umweltfonds KG und Folgefonds, Deutsche Biofonds Hydropower GmbH & Co. KG
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