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Einnahmen aus ICOs übertreffen bereits jetzt Rekordwerte aus 2017

CLLB berät Unternehmen und Investoren bei Initial Coin Offerings, Crowdfinancing und TGE

München, Berlin, den 13.06.2018 Der Verkauf von Token / Cryptocurrencies durch Technologieunternehmen im Rahmen sogenannter ICOs (Initial Coin Offerings) hat in diesem Jahr bereits den Rekordwert von 2017 übertroffen, obwohl Regierungsbeamte von China bis zu den Vereinigten Staaten neue Einschränkungen vorsehen und immer wieder Betrugsfälle auftreten.

Block.one, ein in den Kaimaninseln beheimatetes Startup-Unternehmen, das hinter dem EOS-Token steht, ist auf dem besten Weg, rund 4 Milliarden US-Dollar im Rahmen des nunmehr fast einjährigen ICOs einzusammeln. Es wäre damit die größte Kapitalaufnahme im Rahmen eines ICO, weltweit.

Selbst ohne den Erfolg von Block.one wurden durch ICOs in diesem Jahr bereits mehr als neun Milliarden Dollar an Kapitel aufgenommen. Dies steht laut ICO-Data-Tracker von CoinSchedule im Vergleich zu lediglich 4 Milliarden US-Dollar im gesamten Jahr 2017. Allein der Messaging-Service Telegram hat im Rahmen eines ICO mehr als 1,7 Milliarden US-Dollar an Kapital eingenommen.

„Der ICO-Markt ist immer noch heiß“, gab Alex Michaelis, Co-Founder von CoinSchedule, in einer E-Mail an. „EOS und Telegram waren in diesem Jahr große erfolgreiche ICO, wenn auch nicht im klassischen Sinne, da Telegram nur für private Investoren zugänglich war und EOS bereits seit einiger Zeit an den Börsen gehandelt wird, was einen Einfluss auf den Token-Preis hat.“

Diese Entwicklung findet statt, obwohl die Aufsichtsbehörden die Überwachung digitaler Tokens immer wieder verschärfen. Das US-Justizministerium hat vor kurzem eine strafrechtliche Untersuchung eingeleitet, die herausfinden soll, ob Händler den Preis von Bitcoin und anderen digitalen Währungen manipulieren.

China hat den Verkauf der Tokens bereits verboten.

Die US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde SEC (Securities and Exchange Commission) geht gegen Betrügereien vor und stellt die Frage, ob digitale Tokens aus ICOs in den Zuständigkeitsbereich der Behörde fallen.

ICOs werden auch dahingehend hinterfragt, wie das eingesammelte Kapital genutzt werden soll und welche Rechte die Token-Eigentümer haben werden. Oftmals haben Eigentümer nicht viele Rechte.

Das Internetsicherheitsunternehmen Qihoo 360 gab kürzlich an, dass es Sicherheitslücken in der EOSIO-Blockchain-Plattform entdeckt habe, über welche Angreifer das Netzwerk übernehmen könnten. Block.one gab bereits bekannt, dass die meisten dieser Sicherheitslücken behoben wurden.

Während die Kontrollen durch die Behörden gerade in den USA besonders streng waren, gehen viele ICOs, wie beispielsweise Block.one, diesem Problem aus dem Weg, indem sie verhindern, dass US-Amerikaner an den Token-Verkäufen teilnehmen können.

EOSIO ist auf den Wettbewerb mit Ethereum ausgelegt und unterstützt die Entwicklung und die Nutzung von sogenannten „DApps“ bzw. „dezentralisierten Anwendungen“, die ihren Nutzern einen besonderen Anreiz bieten. Laut „State of the DApps“ gibt es bereits mehr als 1.560 Dapps, die von Spielen bis hin zu sozialen Netzwerken reichen und auf Ethereum aufgebaut werden. EOSIO-Fans arbeiten laut Posts im EOSIO-Forum bereits an mindestens 25 DApps

Aber EOS-Tokens haben viele Fans und der Wert der Kryptowährung ist seit Anfang des Jahres um 40 Prozent gestiegen, obwohl der Wert von Bitcoin als passender Marktspiegel laut Crypto-Data-Tracker CoinMarketCap um rund 45 Prozent gesunken ist.

„Wir stehen bei EOS auf Kaufposition“, sagte Kyle Samani, Managing Partner beim Kryptowährungs-Hedgefond Multicoin Capital in einer E-Mail. „Wir spekulieren noch auf eine steigende Tendenz. Die aktuellen Nachrichten sehen wir als FUD (engl. „Fear, Uncertainty and Doubt“).“

Im Dezember 2017 gab Block.one, ein Herausgeber von Open-Source-Software, bekannt, dass es 1 Milliarde US-Dollar in Unternehmen investieren wird, welche die hauseigene EOSIO-Software nutzen möchten, unter anderem über Partnerschaften mit Galaxy Digital des ehemaligen Fondsmanagers Michael Novogratz. Block.one, das weltweit mehr als 200 Mitarbeiter beschäftigt, hat Niederlassungen in Hongkong, Kalifornien und dem US-Bundesstaat Virginia.

CLLB Rechtsanwälte werden den Bereich der ICOs im In- und Ausland weiter verfolgen und aktuell berichten. Rechtsanwalt István Cocron steht zudem für weitere Rückfragen gerne zur Verfügung.

 


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Über den Autor

István Cocron ist Spezialist im Bereich der Beratung von Start-Ups und Unternehmen, im Gesellschafts- und Kapitalanlagerecht sowie der Vertretung von Versicherungsnehmern. Er besitzt umfangreiche forensische Erfahrung und hat bereits etliche Großverfahren für Anleger und Verbraucher aus dem gesamten Bundesgebiet betreut. Rechtsanwalt Cocron beschäftigt sich zudem seit mehren Jahren mit den neuesten Entwicklungen aus dem Bereich der IT, insbesondere den Themen Blockchain und Cryptocurrencies. Er besitzt langjährige Erfahrung im Bereich der nationalen und internationalen Zwangsvollstreckung, ist Mitglied mehrerer Gläubigerausschüsse sowie nationaler und internationaler Vereinigungen von Juristen. Rechtsanwalt Cocron ist Gründungspartner der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte.
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