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ICO der Envion AG – Insiderbericht

Insider berichten der Kanzlei CLLB, dass von Seiten des Kantonsgerichts in Zug nunmehr die Liquidation der Envion angeordnet wurde. Was bedeutet das für die Tokeninhaber?

Berlin, München, 25.11.2018

In der letzten Woche konnte das Team von CLLB Rechtsanwälte mit mehreren Insidern in Sachen Envion sprechen. Dort CLLB mitgeteilt, dass das zuständige Kantonsgericht in Zug nunmehr die Liquidation der Envion AG angeordnet hat. Die Liquidation wurde nach Angaben der Informationsgeber damit begründet, dass von Seiten der Envion AG innerhalb der vom Gericht gesetzten Frist keine Revisionsstelle benannt wurde und somit von Amts wegen die Liquidation einzuleiten gewesen sei.

Die Einleitung der Liquidation wurde offenbar damit begründet, so berichten Insider weiter, dass von Seiten der Envion AG innerhalb der vom Gericht gesetzten Frist keine Revisionsstelle benannt wurde.

Auch konnte nach Informationen der Insider der operative Geschäftsbetrieb der Envion AG u.a. wegen dieser fehlenden Revisionsstelle nicht aufgenommen werden. Sollten sich diese Behauptungen bewahrheiten, wird weiter zu prüfen zu sein, inwiefern die hierfür handelnden Akteure für die dadurch entstandenen Schäden haftbar sind.

Der Beschluss des Kantonsgerichts Zug soll bereits in der 48. KW 2018 veröffentlicht werden.

Für den Fall der Liquidation ist weiter, ob und in welchen Umfang die Anleger und Investoren des ICO sowie weitere Tokeninhaber an der Aufteilung des nach Berichten der Informanten offenbar noch bestehenden Vermögens auf Seiten der Envion AG in Höhe von mehreren Millionen USD / Euro partizipieren.

Entscheidend wird hierbei sein, wie das Kantonsgericht die rechtliche Stellung der EVN-Tokeninhaber bewertet.

CLLB wurde weiter mitgeteilt, dass nunmehr auch der Schlussbericht der von Seiten der FINMA mit der Durchführung des Enforcement-Verfahrens beauftragten Rechtsanwälte vorliegt.

Es ist daher davon auszugehen, dass entsprechende Veröffentlichungen zum Liquidationsverfahren zeitnah ergehen.

Nach Auskunft der Insider gegenüber CLLB soll es zudem mehrere Klageverfahren von Seiten der Envion AG gegen die Trado GmbH geben, in denen die Herausgabe von ETH und BTC aus dem ICO der Envion AG in Millionenhöhe geltend gemacht werden.

Der Geschäftsführer der Trado GmbH hat gegenüber der Presse bereits den Einbehalt diverser Einnahmen aus dem Envion ICO eingeräumt. Ob und wann diese bei der Trado befindlichen Einnahmen aus dem ICO an die Envion AG ausgekehrt und damit ebenfalls in die Liquidationsmasse fließen, bleibt abzuwarten.

CLLB steht bereits mit Schweizer Rechtsanwälten in Kontakt, um die Interessen der Investoren auch im Rahmen des etwaigen Liquidationsverfahrens gewährleisten zu können.

Es bleibt abzuwarten, wie sich das Kantonsgericht und der von diesem eingesetzte Liquidator zur Frage der Rechte der EVN Tokeninhaber im Rahmen der Liquidation äußern wird, da dies die erste Liquidation einer AG sein dürfte, deren Gläubiger in erster Linie Inhaber tokenisierter Rechte sein dürften.

CLLB wird die weitere Entwicklung verfolgen und entsprechend berichten.

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Über den Autor

István Cocron ist Spezialist im Bereich der Beratung von Start-Ups und Unternehmen, im Gesellschafts- und Kapitalanlagerecht sowie der Vertretung von Versicherungsnehmern. Er besitzt umfangreiche forensische Erfahrung und hat bereits etliche Großverfahren für Anleger und Verbraucher aus dem gesamten Bundesgebiet betreut. Rechtsanwalt Cocron beschäftigt sich zudem seit mehren Jahren mit den neuesten Entwicklungen aus dem Bereich der IT, insbesondere den Themen Blockchain und Cryptocurrencies. Er besitzt langjährige Erfahrung im Bereich der nationalen und internationalen Zwangsvollstreckung, ist Mitglied mehrerer Gläubigerausschüsse sowie nationaler und internationaler Vereinigungen von Juristen. Rechtsanwalt Cocron ist Gründungspartner der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte.
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