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Unternehmensfinanzierung über STOs

Security Token Offerings – kurz STOs – könnten für Start-Ups und Anleger interessant werden

München, 19.10.2018. In der Unternehmensfinanzierung könnten STOs (Security Token Offerings) eine zunehmend wichtige Rollen spielen und für Start-ups und Anleger interessant werden. Experten sehen in ihnen das Potenzial die Nachfolge von ICOs anzutreten.

Besonders Start-up-Unternehmen aus dem Bereich der Kryptowährungen haben in der Vergangenheit verstärkt auf ICOs (Initial Coin Offerings) als Form der Unternehmensfinanzierung gesetzt. Investoren kauften Tokens und Coins und setzten auf eine positive Entwicklung, um sie gewinnbringend weiterzuverkaufen. Wie boerse.ARD.de berichtet, hätten ICO-Emittenten weltweit im Jahr 2017 rund sechs Milliarden US-Dollar eingesammelt und im ersten Halbjahr 2018 noch deutlich mehr. Doch diese Hochzeit der ICOs könnte schon bald zu Ende gehen. Kritiker bemängeln die fehlende Regulierung und mangelnde Transparenz.

„Erstaunlich ist das nicht. Das Geschäft mit ICOs ist größtenteils unreguliert gewesen. Der Hype lockte natürlich auch schwarze Schafe an und rief natürlich auch die Börsenaufsicht den Plan“, sagt Rechtsanwalt István Cocron, CLLB Rechtsanwälte. Die amerikanische Börsenaufsicht SEC, die europäische Börsenaufsicht und die deutsche Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin haben schon davor gewarnt, dass ICOs hochgradig spekulativ sind und den Investoren hohe Verluste bis hin zum Totalverlust bescheren können. Inzwischen haben die Börsenaufsichten schon eine Reihe von ICOs verboten.

Experten glauben daher, dass ICOs schon bald der Vergangenheit angehören könnten. Philipp Sandner, Professor am Blockchain Center der Frankfurt School of Finance & Management, gab ihnen gegenüber boerse.ARD.de keine Zukunft mehr. Hauptgrund dafür sei, dass ICOs hinter den hohen Erwartungen und Versprechungen oft deutlich zurückblieben. Das werde auch den Investoren immer mehr bewusst. Im Gegensatz dazu erscheinen STOs seriöser und daher könnten sie das Potenzial haben, die Rolle der ICOs zu übernehmen. Anders als ICOs müssen STOs durch Aktien, Anleihen, Schuldscheine oder ähnliches gestützt werden. Die Investoren hätten etwas in der Hand und investieren ihr Geld nicht nur in Hoffnung und die Tokens werden anders als bei ICOs in der Blockchain gespeichert. Auch Anforderungen der Börsenaufsichten könnten so leichter erfüllt werden, glaubt Sander.

STOs können für Unternehmensfinanzierungen – nicht nur im Bereich von Kryptowährungen – interessant werden und könnten von den Unternehmen quasi als Anteilsscheine herausgegeben werden. Ob und wann sich STOs in Deutschland durchsetzen werden, ist noch unklar. Sie scheinen aber das Potenzial zu haben, die Nachfolge der ICOs anzutreten. Rechtsanwalt Cocron unterstützt Unternehmen und Investoren beim Thema STO.

Mehr Informationen: https://www.cllb.de/branchenberatung/kryptowaehrungen-blockchain/

 

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Über den Autor

István Cocron ist Spezialist im Bereich der Beratung von Start-Ups und Unternehmen, im Gesellschafts- und Kapitalanlagerecht sowie der Vertretung von Versicherungsnehmern. Er besitzt umfangreiche forensische Erfahrung und hat bereits etliche Großverfahren für Anleger und Verbraucher aus dem gesamten Bundesgebiet betreut. Rechtsanwalt Cocron beschäftigt sich zudem seit mehren Jahren mit den neuesten Entwicklungen aus dem Bereich der IT, insbesondere den Themen Blockchain und Cryptocurrencies. Er besitzt langjährige Erfahrung im Bereich der nationalen und internationalen Zwangsvollstreckung, ist Mitglied mehrerer Gläubigerausschüsse sowie nationaler und internationaler Vereinigungen von Juristen. Rechtsanwalt Cocron ist Gründungspartner der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte.
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