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Scalable Capital zieht Berufung zurück – Urteil in Rechtskraft

München, Berlin 22.08.2022. CLLB Rechtsanwälte berichteten bereits über das Urteil des Landgerichts München I, welches einem von dem Datenleck bei Scalable betroffenen Verbraucher Schadensersatz in Höhe von € 2.500,00 zusprach. Wie jetzt bekannt wurde, hat Scalable seine Berufung vor dem Oberlandesgericht München nunmehr zurückgenommen.

Damit dürfte zum ersten Mal einem Verbraucher rechtskräftig ein Anspruch auf Schadenersatz aufgrund eines immateriellen Schadens durch ein Datenleck gem. Art. 82 DSGVO zugesprochen worden sein. Das Unternehmen informierte betroffene Kunden bereits mit Schreiben vom 19.10.2020 über die Tatsache, dass Kriminelle versuchen könnten, die Identitäten ihrer Kunden zu missbrauchen, wies Schadenersatzansprüche jedoch bisher zurück.

Zu Unrecht, wie nunmehr vom Landgericht München I rechtskräftig entschieden wurde. Hiernach haben betroffene Kunden gem. Art. 82 DSGVO einen Anspruch auf Schadensersatz, in Höhe von € 2.500,00. Aus Sicht der Kanzlei CLLB sind unter Würdigung der hohen Sensibilität der abgegriffenen Daten, des Ausmaßes des Datenschutzverstoßes und dem Verschulden, gute Gründe gegeben, den Neobroker auch in höherer Größenordnung haftbar zu machen.

Sollten Sie von dem Datenleck bei Scalable betroffen sein, lohnt es sich daher, Ihre Ansprüche durch eine entsprechend spezialisierte Kanzlei prüfen zu lassen. Kein Verbraucher muss es hinnehmen, dass seine personenbezogenen Daten unzureichend gesichert und im Darknet von Kriminellen gehandelt und missbraucht werden. CLLB Rechtsanwälte, welche bereits eine Vielzahl Mandanten vertreten, raten betroffenen Kunden daher, das Unternehmen aktiv mit dem Datenschutzverstoß zu konfrontieren, um Schadensersatz geltend zu machen.

 


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    Über den Autor

    Rechtsanwalt István Cocron, B.A. studierte Rechtswissenschaften und Kunstgeschichte an der LMU München. Seine derzeitigen Tätigkeitsschwerpunkte sind die Beratung und Vertretung von Verbrauchern in den Bereichen des Glücksspielrechts, DSGVO-Verfahren, Datenhacks, Crypto & Schadenersatzrecht. Herr Cocron ist seit mehreren Jahren auch im Fintech-Sektor tätig, insbesondere im Bereich der Neuen Technologien und dort den Themen Blockchain und Kryptowährungen. Herr Cocron verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich der nationalen und internationalen Zwangsvollstreckung, ist Mitglied in mehreren Gläubigerausschüssen und nationalen und internationalen Anwaltsvereinigungen.

    Rechtsanwalt Cocron ist u.a. Mitglied in folgenden Interessenvertretungen:

    - Arbeitsgemeinschaft Bank- und Kapitalmarktrecht des Deutschen Anwaltvereins
    - Deutscher Anwaltverein
    - der Deutsch-Israelischen Juristenvereinigung
    - der Europäischen Anwaltsvereinigung
    - Fachverband für Glücksspielsucht FAGS
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