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Concept1: Desaster für die Anleger

Scheingewinne werden zurückgefordert, Steuern sind trotzdem zu entrichten, CLLB vertritt Geschädigte

Berlin, 20.01.2017 – Ausgeträumt haben Anleger, die sich auf Jens Blaume und sein Anlageunternehmen Concept 1 verlassen haben. Zweistellige Renditen hat Blaume versprochen. Über Beziehungen käme er zu Sonderkonditionen an Mitarbeiteraktien, beeindruckende Zahlen legte er vor, die sein goldenes Händchen für Aktien und Geldanlagen beweisen sollten.

Gewaltiges Schneeballsystem

2012 stellten erste Anleger Strafanzeigen gegen Blaume. Die Staatsanwaltschaft ermittelte wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Kreditwesengesetz und gewerbsmäßigen Betrug im Zusammenhang mit der Vermittlung von Kapitalanlagen. Tatsächlich war Blaume Initiator eines gigantischen Schneeballsystems. Im Strafprozesses, an dessen Ende er zu über 9 Jahren Haft verurteilt wurde, ließ er sich dahingehend ein, dass er nicht einen Cent investiert habe.

Aber wo sind die Millionen geblieben?

Dies herauszufinden war und ist Aufgabe des gerichtlich eingesetzten Insolvenzverwalters. Einige Millionen sind für Luxusfahrzeuge, Gemälde und teure Uhren draufgegangen, die Blaume sich gegönnt hat. Ein weiterer Teil des entgegengenommenen Geldes wurde dazu verwendet, Altanleger zu befriedigen, die ihr Geld zurückhaben wollten, wie es eben nötig ist, wenn man ein kriminelles Schneeballsystem am Laufen halten will.
Aber auch die Altanleger werden mit ihren Auszahlungen nicht glücklich, da der Insolvenzverwalter diese nach den Vorschriften der Insolvenzordnung anfechtet und zurückverlangt.

Insolvenzverwalter fordert Auszahlungen zurück

Im Insolvenzrecht gilt der Grundsatz, dass alle Gläubiger gleich behandelt werden sollen. Dieser Grundsatz wäre verletzt, wenn einige Anleger, die sich durch Zufall rechtzeitig vor der Insolvenz ihr Geld nebst den Scheingewinnen zurückzahlen ließen, dieses behalten dürften, wohingegen andere alles verlieren würden. Um hier eine gerechte Verteilung der Lasten zu erreichen, kann und muss der Insolvenzverwalter die ungleich erfolgten Auszahlungen zurückfordern, um sie später gleichmäßig an die Geschädigten zu verteilen. Dies gilt entsprechend der insolvenzrechtlichen Fristen grundsätzlich für alle Auszahlungen ab August 2009.

Wie Sie sich dagegen wehren können!

Für denjenigen, der hohe Rückzahlungen erhalten hat, kann dies wirtschaftlich eine ungeheure Belastung darstellen, so dass sich die Frage stellt, ob und wie man sich gegen die Rückforderungen des Insolvenzverwalters erfolgreich wehren kann. Bei der Klärung solcher Fragen helfen versierte Anwälte, erklärt Rechtsanwalt István Cocron von der auf Kapitalanalagerecht spezialisierten Kanzlei CLLB Rechtsanwälte mit Standorten in Berlin und München.

Wichtig für die Anleger ist dabei, dass unter Umständen bestehende Rechtsschutzversicherungen die mit einer Anspruchsabwehr verbundenen Kosten übernehmen.

Finanzverwalter belegt „Gewinne“ mit 25 % Kapitalertragssteuer

Als wäre all dies nicht genug des Elends für die Anleger, hat sich nun auch die Finanzverwaltung bei einigen Anlegern gemeldet. Dort werden jetzt noch die „Gewinne“ mit 25 % Kapitalertragssteuer belegt, unabhängig davon, ob es zu Auszahlungen gekommen ist oder ob es sich nur um reine Scheingewinne auf dem Papier handelt. Auch hier sollten sich Anleger mit Expertenhilfe zeitnah gegen das Finanzamt wehren.


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Über den Autor

István Cocron ist Spezialist im Bereich der Beratung von Start-Ups und Unternehmen, im Gesellschafts- und Kapitalanlagerecht sowie der Vertretung von Versicherungsnehmern. Er besitzt umfangreiche forensische Erfahrung und hat bereits etliche Großverfahren für Anleger und Verbraucher aus dem gesamten Bundesgebiet betreut. Rechtsanwalt Cocron beschäftigt sich zudem seit mehren Jahren mit den neuesten Entwicklungen aus dem Bereich der IT, insbesondere den Themen Blockchain und Cryptocurrencies. Er besitzt langjährige Erfahrung im Bereich der nationalen und internationalen Zwangsvollstreckung, ist Mitglied mehrerer Gläubigerausschüsse sowie nationaler und internationaler Vereinigungen von Juristen. Rechtsanwalt Cocron ist Gründungspartner der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte.
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