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Falk Fonds 59 außerordentliche Gesellschafterversammlung am 21.06.2005

CLLB-Rechtsanwälte hat für die von unserer Kanzlei vertretenen Mandanten des Falk Fonds 59 die außerordentliche Gesellschafterversammlung am 21.06.2005 besucht.

Zum 1.7.2005 wird das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Falk Asset Management KG eröffnet; diese scheidet damit als Komplementärin des Falk Fonds 59 aus.

Neue Komplementärin wird eine Vorratsgesellschaft, die unter Fondverwaltungsgesellschaft 59 mbH firmieren wird.

Für das Hotel auf Sylt gebe es, so der Beirat, ein Kaufangebot. Der Beirat wird in den kommenden Wochen in konkrete Verkaufsverhandlungen mit dem Erwerbsinteressenten eintreten und die Gesellschafter hierüber dann informieren.

Massive Schwierigkeiten wird das Objekt Hohenschönhausen bekommen, nachdem der Hauptmieter, die BKK, zum Jahresende 2005 gekündigt hat und dann von einem Tag auf den anderen rund 7.000 Quadratmeter von 8.600 qm Gesamtnutzungsfläche des Objektes leerstehen.

Nachdem Berlin ohnehin einen extrem hohen Leerstand im Gewerbebereich bei Büroflächen zu verzeichnen hat und selbst in exklusiven Innenstadtlagen ein erheblicher Leerstand und im Keller befindliche Mietpreise zu beklagen sind, dürfte mehr als fraglich sein, ob es trotz Einschaltung einer externen Maklergesellschaft gelingen wird, das Objekt auch nur teilweise vermieten zu können. Selbst die externe Maklergesellschaft geht hier von einer – aus unserer Sicht deutlich zu optimistischen – Vermietbarkeit von 45 % der Gesamtfläche zum Jahresende 2006 zu € 6 ,50 bis € 7 je qm aus.

Aktuell – so das Management – müssten sich Anleger wegen einer möglichen Nachzahlung keine Gedanken machen. Allerdings könnten Nachzahlungen der Gesellschafter auch beim Falk Fonds 59 nicht ausgeschlossen werden, insbesondere wenn es nicht gelinge, das Objekt Hohenschönhausen zu vermieten.

Anleger, welche beim Falk Fonds 59 auf diese, sich nunmehr abzeichnenden Verlust- / Nachschussrisiken nicht deutlich und verständlich seitens ihres Beraters hingewiesen wurden, sollten prüfen lassen, ob Ihnen nicht aus dem rechtlichen Gesichtspunkt der fehlerhaften Anlageberatung Schadensersatzansprüche gegen Berater und / oder finanzierende Banken zustehen, meint Dr. Henning Leitz, Partner der Kanzlei CLLB-Rechtsanwälte.


Über den Autor

István Cocron ist Spezialist im Insolvenz-, Gesellschafts- und Kapitalanlagerecht. Er hat umfangreiche forensische Erfahrung im Zusammenhang mit der Rückabwicklung von Investmentbeteiligungen, offenen und geschlossenen Fonds und sonstigen Kapitalanlagen, auch des grauen Kapitalmarkts.
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