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Ölpreis fällt weiter – POC-Anleger sind verunsichert

Das Emissionshaus Proven Oil Canada Energy Solutions GmbH berichtet von einem „Restart“ der sechs POC Fonds. Was bedeutet das für die Anleger?

An unsere Kanzlei werden nunmehr vermehrt von betroffenen POC- Anlegern Fragen nach ihren Handlungsoptionen herangetragen. Hintergrund ist, dass als möglicherweise letzter Rettungsversuch und um das Vertrauen der Anleger wieder zu gewinnen, die Geschäftsführung diverser POC-Fonds ausgetauscht wurde. Fakt ist, dass die Gesellschaft ohne weitere signifikante Nachschüsse der Anleger den Geschäftsbetrieb nicht in ertragreiche Bahnen wird lenken können. Statt die Sanierung als solche zu benennen, wird lieber von einem harmlos klingenden Restart gesprochen. An der dramatischen Lage der Fonds ändert dies jedoch nichts.

Wir hatten bereits berichtet, dass mit Urteilen aus März und April 2017 verschiedenen von unserer Kanzlei vertretenen Anlegern die Fehlerhaftigkeit des Prospekts der POC 1 GmbH & Co. KG sowie der POC 2 GmbH & Co. KG vom Landgericht Berlin bestätigt wurde. Diese Urteile machen Mut. Auch das Kammergericht Berlin hatte zuvor in jeweils vorläufigen Hinweisen unsere Auffassung geteilt, dass hinsichtlich der Beteiligungen POC 1 GmbH & Co. KG bzw. POC Growth GmbH & Co. KG Prospektfehler vorliegen könnten.

Wurde ein Anleger fehlerhaft oder unzureichend beraten, so kann er Schadenersatz von dem Beratungsinstitut fordern. Gleiches gilt, wenn der zugrunde liegende Fondsprospekt fehlerhaft ist und daher nicht dazu geeignet war, den Anleger über die mit der Anlage einhergehenden, zahlreichen Risiken zu informieren. In diesem Fall kommt zudem ein Schadensersatzanspruch gegenüber den Prospektverantwortlichen in Betracht.

Bestehen solche Ansprüche, so kann der Anleger seine Einlage nebst Agio abzüglich etwaiger Ausschüttungen ersetzt verlangen und bietet im Gegenzug dem Beratungsinstitut bzw. den Prospektverantwortlichen die Fondsbeteiligung an.

Rechtsanwältin Linz empfiehlt betroffenen Anlegern, sich von einer auf Kapital- und Anlagerecht spezialisierten Kanzlei beraten zu lassen. In zahlreichen derartigen Fällen übernehmen vorhandene Rechtsschutzversicherungen die Kosten einer solchen Anspruchsprüfung und ggf. Durchsetzung.


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Über den Autor

István Cocron ist Spezialist im Bereich der Beratung von Start-Ups und Unternehmen, im Gesellschafts- und Kapitalanlagerecht sowie der Vertretung von Versicherungsnehmern. Er besitzt umfangreiche forensische Erfahrung und hat bereits etliche Großverfahren für Anleger und Verbraucher aus dem gesamten Bundesgebiet betreut. Rechtsanwalt Cocron beschäftigt sich zudem seit mehren Jahren mit den neuesten Entwicklungen aus dem Bereich der IT, insbesondere den Themen Blockchain und Cryptocurrencies. Er besitzt langjährige Erfahrung im Bereich der nationalen und internationalen Zwangsvollstreckung, ist Mitglied mehrerer Gläubigerausschüsse sowie nationaler und internationaler Vereinigungen von Juristen. Rechtsanwalt Cocron ist Gründungspartner der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte.
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