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Thomas Lloyd: Fonds-Splitting beunruhigt Anleger

München, 20.01.2021 – Anleger des Thomas Lloyd Fonds „CTI 9 D“ sind beunruhigt, da rückwirkend ein „Fonds-Splitting“ durchgeführt werden soll. Die Anleger müssen sich kurzfristig zwischen verschiedenen Anlagestrategien entscheiden, die jeweils Risiken bergen.

Anleger des Thomas Lloyd Fonds „Fünfte Cleantech Infrastrukturgesellschaft mbH & Co KG“ („CTI 9 D“) haben im Januar 2021 Post von Thomas Lloyd bekommen. Darin wird den Anlegern mitgeteilt, dass rückwirkend zum 01.10.2020 ein „Fonds-Splitting“ vorgenommen werden soll. Die Anleger werden aufgefordert in einem kurzen Zeitfenster vom 15.01.2021 bis 24.01.2021 zwischen der Strategie „Wachstum“ und der Strategie „Ertrag“ zu wählen. Bei der Strategie „Wachstum“ sollen die Ausschüttungen „temporär zur Erreichung der Renditeziele ausgesetzt werden“, dafür soll die durchschnittliche Renditeerwartung weiterhin ca. 10 bis 12 % p.a. betragen. Bei der Strategie „Ertrag“ sollen die Anleger zwar auch weiterhin Ausschüttungen erhalten, allerdings soll die durchschnittliche Gesamtrenditeerwartung dann auf ca. 6 bis 7,5 % p.a. reduziert werden.  Für Anleger, die dem Fonds ihre Entscheidung nicht bis 24.01.2021 mitteilen, wird automatisch die Strategie „Wachstum“ gelten, d.h. die Anleger werden dann keine monatlichen Ausschüttungen mehr erhalten.

„Die vom Fonds angeführten Gründe für das Fonds-Splitting, vor allem die genannte  angebliche Lösung der Interessenkonflikte zwischen laufenden Ausschüttungen und der kontinuierlichen Portfolioexpansion, überzeugen mich nicht“, so Rechtsanwältin Nikola Breu von der auf Kapitalmarktrecht spezialisierten Kanzlei CLLB Rechtsanwälte mit Standorten in München und Berlin. Der Gesellschaftsvertrag des CTI 9 D ließ monatliche gewinnunabhängige Vorabausschüttungen in Höhe von bis zu 11,04 % p.a. zu. Wer zukünftig jedoch eine Rendite in dieser Höhe erhalten möchte, soll nun auf die Vorabausschüttungen verzichten. Anleger, die hingegen weiterhin monatliche Vorabausschüttungen erhalten möchten, sollen nur noch eine voraussichtliche Gesamtrendite von ca. 6 bis 7,5 % p.a. erhalten. „Dies stellt die Anleger schlechter, ganz unabhängig davon, dass bei gewinnunabhängigen Entnahmen immer die Gefahr besteht, diese später wieder zurückgezahlt werden müssen“, so Rechtsanwältin Nikola Breu weiter.

Anleger fürchten, dass wahrer Grund für das plötzliche „Fonds-Splitting“ eine wirtschaftliche Schieflage des Fonds sein könnte. Denn der CTI 9 D zahlte bereits im Sommer 2020 die monatlichen Ausschüttungen an die Anleger verspätet. Hinzukommt, dass der Jahresabschluss des CTI 9 D für 2018 einen Jahresfehlbetrag von ca. € 14 Mio. ausweist. Beunruhigend ist ferner, dass laut Presseberichten bereits andere Kapitalanlagen von Thomas Lloyd, nämlich die Thomas Lloyd Global High Yield Fund 425 und 450 (Genussrechte) in finanzieller Schieflage sind und daher für Anleger das Risiko ganz erheblicher Verluste bis hin zu einem Totalverlust, besteht.

Erschwerend hinzukommt, dass die Zeitschrift „Finanztest“ von der Stiftung Warentest die drei Thomas Lloyds Fonds (CTI 9 D, CTI Vario D und CTI 5 D) bereits im Oktober 2019 auf die Warnliste Geldanlagen gesetzt hatte. Denn nach Ansicht von Finanztest beinhalten die Fonds sehr hohe Risiken und die Darstellung der Ergebnisse der Fonds ist kaum nachvollziehbar.

Da das von Thomas Lloyd angekündigte „Fonds-Splitting“ aus Sicht der auf bank- und kapitalmarktrecht spezialisierten Kanzlei CLLB Rechtsanwälte zahlreiche rechtliche Fragen aufwirft, rät CLLB Rechtsanwälte betroffenen Anlegern sich ohne rechtliche Beratung auf eine Änderung ihrer Anlagestrategie nicht einzulassen. Ferner empfiehlt CLLB Rechtsanwälte Anlegern der Thomas Lloyd Fonds, die bei Zeichnungen nicht auf die Risiken der Anlage, wie Verlustrisiken bis hin zum Totalverlust oder die Gefahr Ausschüttungen wieder erstatten zu müssen, hingewiesen worden sind und/oder sich von dem Fonds trennen wollen, die Kontaktaufnahme mit einer spezialisierten Anwaltskanzlei, die sie hinsichtlich der möglichen Optionen zur Durchsetzung eventueller Ansprüche berät.

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Über den Autor

Alexander Kainz hat langjährige forensische Erfahrungen vor allem bei der Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen wegen fehlerhafter Anlageberatung für Mandanten, die Aktien, Aktienfonds, Medienfonds, Schiffsfonds, offene und/ oder geschlossene Immobilienfonds, Lebensversicherungsfonds oder ähnliche Anlageprodukte erworben hatten.
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