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TIV- Anleger gewinnt beim LG Berlin

Erfolg für Anleger der TIV Trendinvest GmbH & Co. Umweltfonds Zweite KG: LG Berlin verurteilt Anlageberater zu Schadensersatz wegen fehlerhafter Beratung.

Berlin, 17.08.2017 – Nach Auskunft von Frau Rechtsanwältin Linz von der auf Kapitalmarktrecht spezialisierten Kanzlei CLLB Rechtsanwälte hat das Landgericht Berlin mit Urteil vom 10.08.2017 einen Anlageberater zu Schadensersatz verurteilt, da dieser nach den Feststellungen des Landgerichts nicht darauf hingewiesen hatte, dass die Beteiligung an der TIV Trendinvest GmbH & Co. Umweltfonds Zweite KG ebenso wenig wie die von ihm empfohlenen Genussrechte an der TIV Cleantech Finance GmbH als Anlage für die Altersvorsorge geeignet sind. 

Der von der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte vertretene Anleger hatte auf Empfehlung des Anlageberaters zunächst in eine Kommanditbeteiligung an der TIV Trendinvest GmbH & Co. Umweltfonds Zweite KG investiert und sodann als Ergänzung hierzu Genussrechte an der TIV Cleantech Finance GmbH gezeichnet. Erklärtes Anlageziel war der Abschluss einer sicheren Anlage für die Altersvorsorge. Beide Anlagen sind mit zahlreichen Risiken für den Anleger verbunden. So besteht insbesondere die Gefahr eines Totalverlustes des investierten Kapitals, weshalb sie nicht dazu geeignet sind, eine Rentenversorgungslücke zu schließen. Vor diesem Hintergrund war die Anlageempfehlung nicht anlegergerecht, da sie nicht auf die persönlichen Ziele des Klägers zugeschnitten war.

Bereits in 2015 und zuletzt mit Urteil vom 13.04.2015 war einer weiteren von CLLB Rechtsanwälte vertretenen Anlegerin, die sich an der TIV Trendinvest GmbH & Co. Umweltfonds KG treuhänderisch beteiligt hatte, Schadensersatz zugesprochen worden. Hintergrund war auch hier, dass die Beratungsgesellschaft, die die Anlegerin beraten und ihr die Zeichnung der Beteiligung empfohlen hatte, nicht anlegergerecht beraten hatte.

Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist ein Anleger vor Abschluss einer Kapitalanlage über alle Risiken und entscheidungserheblichen Umstände der gewählten Anlage aufzuklären. Darüber hinaus muss die Anlage im Falle einer Anlageberatung auf die persönlichen Anlageziele des Kunden zugeschnitten sein. Lässt sich eine unterlassene Risikoaufklärung in nur einem anlagerelevanten Umstand nachweisen oder ist die Beratung nicht anlegergerecht, so besteht ein Anspruch auf Schadensersatz, gerichtet auf Rückabwicklung der gesamten Anlage. Der Anleger erhält dann das in die Beteiligung geleistete Kapital abzüglich etwaiger Ausschüttungen zurück.

Neben den Anlageberatern ist auch die Treuhänderin, die die Anteile aus der Kommanditbeteiligung für die Anleger hält, zu einer solchen Risikoaufklärung vor Zeichnung verpflichtet gewesen und kommt, falls eine solche Aufklärung unterblieben oder nicht korrekt durchgeführt wurde, als weitere zum Schadensersatz verpflichtete Anspruchsgegnerin in Betracht.

Die bisherigen gerichtlichen Entscheidungen verdeutlichen, dass die Rechtsprechung durchaus auch anlegerfreundlich ausfallen kann.

Vor diesem Hintergrund empfiehlt es sich, so Rechtsanwältin Linz, die bereits für diverse TIV- Anleger Schadensersatz erstritten hat, den jeweils zugrunde liegenden Sachverhalt von einem auf Kapitalmarkt- und Anlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt überprüfen zu lassen. Hier ist Eile geboten, da in einer Vielzahl von Fällen die Anlagen in 2007 gezeichnet wurden, weshalb Ansprüche in 2017 absolut verjähren.

CLLB Rechtsanwälte reichen aktuell für zahlreiche Anleger der TIV Trendinvest GmbH & Co. Umweltfonds KG und der Nachfolgefonds Klagen wegen fehlerhafter Beratung gegenüber dem jeweiligen Anlageberater und oder der Treuhänderin ein.

Verfügt ein Anleger über eine Rechtsschutzversicherung, so übernimmt diese in vielen Fällen die Kosten eines etwaigen Prozesses wegen fehlerhafter Aufklärung oder Anlageberatung.


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Über den Autor

István Cocron ist Spezialist im Bereich der Beratung von Start-Ups und Unternehmen, im Gesellschafts- und Kapitalanlagerecht sowie der Vertretung von Versicherungsnehmern. Er besitzt umfangreiche forensische Erfahrung und hat bereits etliche Großverfahren für Anleger und Verbraucher aus dem gesamten Bundesgebiet betreut. Rechtsanwalt Cocron beschäftigt sich zudem seit mehren Jahren mit den neuesten Entwicklungen aus dem Bereich der IT, insbesondere den Themen Blockchain und Cryptocurrencies. Er besitzt langjährige Erfahrung im Bereich der nationalen und internationalen Zwangsvollstreckung, ist Mitglied mehrerer Gläubigerausschüsse sowie nationaler und internationaler Vereinigungen von Juristen. Rechtsanwalt Cocron ist Gründungspartner der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte.
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