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URTEIL: BHW-Bank im Zusammenhang mit DLF-Beteiligung zu Schadenersatz verurteilt.

Im Rahmen einer Entscheidung des LG Neuruppin aus dem Jahr 2006 wurde die BHW-Bank im Zusammenhang mit der Finanzierung einer Beteiligung am DLF-Fonds zu Schadenersatz verurteilt.

Dem Kläger war eine finanzierte Beteilgung am Dreiländerfonds (DLF) empfohlen worden.

Der Berater hatte den Anleger zu Hause besucht und ihm sowohl die Beteigung, als auch den Abschluss des Darlehensvertrags empfohlen. Entgegen der gesetzlichen Verpflichtung wurde der Anleger nicht über die mit der Beteiligung im Zusammenhang stehenen Risiken aufgeklärt.

Da die Beteiligung und der dazugehörige Finanzierungsvertrag im Rahmen eines sog. „Haustürgeschäfts“ vermittelt wurde, und die BHW-Bank auch in die Vertriebsorganisation des Anlageberaters eingegliedert war, sprachen die Richter des LG Neuruppin dem Anleger Schadenersatz zu.

Der Anleger erhält nun sämtliche bisher an die Bank geleisteten Zahlungen zurück, wird von den zukünftigen Zahlungsverpflichtungen freigestellt und kann die praktisch wertlosen DLF-Anteile auf die BHW-Bank übertragen.

Die Entscheidung bringt neue Hoffnung für Anleger des DLF, die ihre Beteiligung ebenfalls über ein Darlehen finanziert haben. Anleger sollten daher unbedingt prüfen lassen, ob auch ihnen Ansprüche gegen die finanzierenden Banken zustehen.

Eine Kopie des Urteils des LG Neuruppin kann per Email kostenfrei bei der Kanzlei CLLB-Rechtsanwälte angefordert werden.


Über den Autor

István Cocron ist Spezialist im Insolvenz-, Gesellschafts- und Kapitalanlagerecht. Er hat umfangreiche forensische Erfahrung im Zusammenhang mit der Rückabwicklung von Investmentbeteiligungen, offenen und geschlossenen Fonds und sonstigen Kapitalanlagen, auch des grauen Kapitalmarkts.
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