header-banner

Victory Media AG stellt Insolvenzantrag

Der Vorstand der Victory Media AG hat wegen bilanzieller Überschuldung Insolvenzantrag gestellt. An den Medienfonds der Victory Media Gruppe sind rd. 8.500 Anleger beteiligt.

Die Victory Media AG hat am 23.10.2006 Insolvenzantrag gestellt. Zwischenzeitlich wurde vom Landgericht Kempten ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt

Bereits am 03. August 2006 ging bei der Staatsanwaltschaft Augsburg eine Strafanzeige gegen die verantwortlichen Personen der Victory – Media – Gruppe wegen des Verdachts von Untreuehandlungen ein.

Mit Wirkung zum 22. September 2006 haben die Aufsichtsräte Herr Plück und Herr Wolf Ihre Mandate niedergelegt. Ferner ist Herr Landerer als Vorstand der AG ausgeschieden. Nachfolger ist dessen Schwiegersohn Mehmet Landerer.

Den Höhepunkt dieser Turbulenzen bildete nunmehr der Insolvenzantrag der Victory Media AG.

Das Filmfondsunternehmen hatte von etwa 8.500 Personen Anlegergelder eingesammelt. Das Gesamtvolumen der von Anlegern investierten Gelder beträgt ca. 500 Millionen Euro.

Die heutige Victory Media Gruppe wurde bereits Anfang der 90er Jahre von Herrn Franz Landerer gegründet. Die Victory Media Gruppe hat ihr Geschäftsfeld vor allem in der Finanzierung, Produktion und Vermarktung von Fernsehprogrammen.

Für die Produktion und Vermarktung bediente sich Victory eigener Tochterfirmen, die mit Partnern zusammenarbeiteten.

Hinsichtlich der Beteiligungen bedürfen allerdings noch einige Fragen einer Klärung.

Zunächst sei noch unklar, ob die vereinnahmten Gelder ordnungsgemäß investiert und abgerechnet wurden.

Bei einzelnen Medienfonds haben beauftragte Wirtschaftsprüfer festgestellt, dass in den Jahresabschlüssen Forderungen gegen eine Global Entertainment Production Holland B.V. angeführt werden. Diese Firma wird ihrerseits von der Global Production B.V. mit Sitz auf den Niederländischen Antillen beherrscht.

Aus welchen Gründen und zu welchem Zweck die Victory Gruppe vorgenanntes Unternehmen eingeschaltet hat, ist derzeit noch unklar. Augenblicklich sollen Forderungen der Victory Gruppe in Höhe von € 30 Mio Euro gegen die Global bestehen.

Der Werthaltigkeit dieser „Forderungen“ ist nach wie vor offen. Hinreichend geklärt ist in diesem Zusammenhang ferner nicht, ob die Global eine reine Briefkastenfirma war und ob es Verflechtungen mit den verantwortlichen Personen bei Victory gab.

Auf Grund der Insolvenz der Victory Media AG besteht die Befürchtung, dass einzelne Victory Medienfonds ebenfalls Insolvenz anmelden müssen.

Soweit eventuelle Ausschüttungen aus den Fondsbeteiligungen an die Anleger aus dem Eigenkapital bestritten wurden, kann Anlegern sogar eine (teilweise) Rückforderung bereits erhaltener Ausschüttungen drohen.Mit weiteren Ausschüttungen dürfte auf Grund der momentanen Situation von Victory ohnehin nicht zu rechnen sein.

Die Kanzlei CLLB Rechtsanwälte rät daher allen Anlegern der Victory Medienfonds, eventuelle Schadenersatzansprüche prüfen zu lassen. Die Anleger sollten sich in diesem Zusammenhang auch vergegenwärtigen, dass gerade im Kapitalanlagerecht – je nach Anspruchsgrundlage – zum Teil sehr kurze Verjährungsfristen laufen.

CLLB Rechtanwälte vertreten geschädigte Kapitalanleger der verschiedensten Medienfonds, wie beispielsweise Apollo, Cinerenta u.a. und verfügen in diesem Anlagebereich daher über einschlägige Erfahrung.

Anleger sollten prüfen lassen, ob ihnen Schadensersatzansprüche gegen Prospektverantwortliche, Initiatoren, Fondsverantwortliche oder Anlageberater wegen fehlerhafter Anlageberatung zustehen. Rechtsschutzversicherungen, bei welchen zum Zeitpunkt der Beteiligungszeichnung ein Versicherungsvertrag bestand, übernehmen in vielen Fällen die Kosten einer anwaltlichen Vertretung.

Für Rückfragen stehen Ihnen Herr Rechtsanwalt Alexander Kainz sowie Herr Rechtsanwalt Dr. Henning Leitz gerne zur Verfügung.


Haben Sie Fragen zum Fall?

Name *

E-Mail-Adresse *

Telefonnummer

Nachricht *

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere diese.

Über den Autor

István Cocron ist Spezialist im Bereich der Beratung von Start-Ups und Unternehmen, im Gesellschafts- und Kapitalanlagerecht sowie der Vertretung von Versicherungsnehmern. Er besitzt umfangreiche forensische Erfahrung und hat bereits etliche Großverfahren für Anleger und Verbraucher aus dem gesamten Bundesgebiet betreut. Rechtsanwalt Cocron beschäftigt sich zudem seit mehren Jahren mit den neuesten Entwicklungen aus dem Bereich der IT, insbesondere den Themen Blockchain und Cryptocurrencies. Er besitzt langjährige Erfahrung im Bereich der nationalen und internationalen Zwangsvollstreckung, ist Mitglied mehrerer Gläubigerausschüsse sowie nationaler und internationaler Vereinigungen von Juristen. Rechtsanwalt Cocron ist Gründungspartner der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte.
030 / 288 789 60
030 / 288 789 620