header-banner

Gratisgewinne aus Gewinnmitteilungen einklagbar

CLLB unterstützt getäuschte Verbraucher bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche weltweit.

Berlin, 26.07.2017. Gewinnbenachrichtigungen versprechen Internetnutzern Gratisgewinne. Die Nutzer erhalten jedoch nichts. Das Parlament hat daher die Vorschrift des § 661a BGB geschaffen, mit denen die Ansprüche aus den Gewinnmitteilungen nunmehr rechtlich verfolgt werden können.

Beim Surfen im Internet stoßen viele Nutzer auf rot umkreiste- oder blinkende Pop-up-Fenster, die einen wertvollen Gewinn versprechen; sofort und ohne Gegenleistung.

Dem Internetnutzer wird suggeriert, er hätte bei einem Gewinnspiel gewonnen und müsse für die Zusendung des Preises lediglich seine Adressdaten angeben und diverse Zustimmungserklärungen für die Weiterverwendung seiner Daten anklicken. Nachdem die Daten eingegeben sind, übersendet der zwielichtige Urheber der Gewinnmitteilung den versprochenen Gewinn allerdings nicht. Vielmehr kann der Nutzer nun mit fast 100%iger Sicherheit davon ausgehen, dass seine Daten, inklusive Emailadresse in der Datenbank von Werbetreibenden gelandet sind, die diese Daten für weitere Emails, Anschreiben, oder gar Anrufe verwenden.

Um dieses dreiste und missbräuchliche Verhalten zu unterbinden, hat das deutsche Parlament gehandelt.

Es wurde die Vorschrift des § 661a BGB geschaffen. Die Norm sieht vor, dass der Empfänger einer Gewinnbenachrichtigung einen Anspruch auf den Erhalt des versprochenen Gewinnes hat.

Für Empfänger von Gewinnmitteilungen ist es daher möglich, Gewinne vom Urheber der Gewinnbenachrichtigung erfolgreich einzufordern.

Dafür empfiehlt es sich, die Gewinnbenachrichtigung und das Impressum der Website des Versenders der Benachrichtigung mit einem Screenshot zu sichern.

CLLB Rechtsanwälte rät allen Betroffenen, anwaltlichen Rat bei der Durchsetzung einzuholen, da oft auch datenschutzrechtliche Ansprüche bestehen und die Bundesnetzagentur eingeschaltet werden kann, sollte unerwünschte Werbeanrufe folgen.

Die Kanzlei CLLB fordert gegenwärtig in mehreren Fällen versprochene Gewinne für ihre Mandanten ein. Verfügt ein Empfänger einer Gewinnmitteilung über eine Rechtsschutzversicherung, so übernimmt diese in vielen Fällen die Kosten eines etwaigen Vorgehens.


Haben Sie Fragen zum Fall?

Name *

E-Mail-Adresse *

Telefonnummer

Nachricht *

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere diese.

Über den Autor

István Cocron ist Spezialist im Bereich der Beratung von Start-Ups und Unternehmen, im Gesellschafts- und Kapitalanlagerecht sowie der Vertretung von Versicherungsnehmern. Er besitzt umfangreiche forensische Erfahrung und hat bereits etliche Großverfahren für Anleger und Verbraucher aus dem gesamten Bundesgebiet betreut. Rechtsanwalt Cocron beschäftigt sich zudem seit mehren Jahren mit den neuesten Entwicklungen aus dem Bereich der IT, insbesondere den Themen Blockchain und Cryptocurrencies. Er besitzt langjährige Erfahrung im Bereich der nationalen und internationalen Zwangsvollstreckung, ist Mitglied mehrerer Gläubigerausschüsse sowie nationaler und internationaler Vereinigungen von Juristen. Rechtsanwalt Cocron ist Gründungspartner der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte.
030 / 288 789 60
030 / 288 789 620