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Hendrik Bombosch

Insolvenz der Lignum Sachwert Edelholz AG

Anleger der Lignum Sachwert Edelholz AG haben gute Chancen auf Schadensersatz

Grüne Investitionen erfreuen sich derzeit großer Beliebtheit, wie auch die Anlagen der Lignum Sachwert Edelholz AG. Anleger konnten über diese Beteiligungen an Edelholzplantagen in Bulgarien erwerben. Doch nun fürchten die Investoren um ihr Geld. Denn die AG hat dieses Jahr Insolvenz angemeldet.

Investitionen vornehmlich an Kleinanleger gerichtet

Lignum ist ein Anbieter von Direktinvestments in Edelholz und hat nach Unternehmensangaben rund 3.000 Hektar Edelholz-Aufforstungen durchgeführt. Rund 5.000 Kunden sollen in die Edelholz-Bestände investiert haben, die Lignum unter den Bezeichnungen NobilisRent, NobilisPriva und NobilisVita vornehmlich an Kleinanleger als Direktinvestments verkauft hatte.

Weitere Informationen zum Unternehmen und dem Fall:

  • Das Unternehmen warb mit dem ökologischen Nutzen und der Nachhaltigkeit seiner Projekte.
  • Gründer Andreas Nobis betonte die ethische Ausrichtung der Lignum AG.
  • Das Kapital floss, wie bei Direktinvestments generell üblich, ohne Umwege in eine Unternehmung.
  • In einem Unternehmensbrief (Nobilisbrief 07/2016) wirft die Lignum Sachwert Edelholz AG die These auf, die BaFin habe die Insolvenz des Unternehmens verschuldet.

Anlegerschutzgesetz erweiterte Prospektpflicht: Lignum AG schaffte es nicht, diese umzusetzen

Dem Insolvenzantrag ging nämlich eine Forderung der Finanzaufsichtsbehörde BaFin voraus. Grund dafür sei das Anlegerschutzgesetz gewesen, welches ab dem 10. Juli 2015 in Kraft trat. Dieses erweiterte die Prospektpflicht nach dem Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) und schloss damit Regelungslücken, die es Anlegern bisher erschwerten, die Risiken bestimmter Vermögensanlagen richtig einzuschätzen. Konkret mussten erstmals auch für Anlagen wie die Nobilis-Produkte ein Emissionsprospekt erstellt werden.

Die Lignum AG war jedoch nicht in der Lage, der BaFin Prospekte vorzulegen, die diese für genehmigungsfähig hielt.

Forderungen der BaFin wurden von Lignum AG nicht erfüllt – stattdessen Insolvenzantrag

Die BaFin hat deshalb mit Bescheid vom 17. März 2016 das öffentliche Angebot von Vermögensanlagen der Lignum Sachwert Edelholz AG, Berlin, untersagt. Betroffen sind die Vermögensanlagen „Nobilis-Rent“, „NobilisPriva“ und „NobilisVita“. Dies gelte solange, bis die Lignum Edelholz AG für die Vermögensanlagen jeweils einen Prospekt veröffentlicht hat, der den gesetzlichen Bestimmungen entspricht und den die BaFin gebilligt hat.

Statt derartige Prospekte zu erstellen, stellte die Lignum AG einen Insolvenzantrag.

Gute Möglichkeiten, Schadensersatzansprüche gegen die Anlageberater durchzusetzen

Nach dem Insolvenzantrag fürchten betroffene Anleger nun um ihre getätigten Investitionen. Rechtsanwalt Hendrik Bombosch von der auf Kapitalanlagerecht spezialisierten Kanzlei CLLB Rechtsanwälte sieht Erfolg versprechende Möglichkeiten, Schadensersatzansprüche gegen die Anlageberater durchzusetzen, die die Investitionen seit der Prospektpflicht empfohlen haben. Nach Meinung des Rechtsanwalts hätte den Beratern auffallen müssen, dass vorgeschriebene und von der BaFin freigegebene Prospekte fehlten. Sie hätten die Produkte der Lignum AG daher nicht anbieten dürfen.

Unrealistische Renditen aufgrund hoher Weichkosten und fehlende Risikoberatung

Doch das sei nach Ansicht des Rechtsexperten nicht das einzige Problem im Fall der Lignum AG. Auch hinsichtlich der wirtschaftlichen Plausibilität seien Unstimmigkeiten zu vermerken. Den Anlegern wurden Renditen von bis zu 10,8 Prozent in Aussicht gestellt, die aufgrund der hohen Weichkosten des Finanzprodukts als unrealistisch anzusehen sind.

Laut Experten der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte, können sich auch Schadenersatzansprüche ergeben, sollten die Anleger nicht vollständig über Risiken der Geldanlage aufgeklärt worden sein. Anlageberater sind dazu verpflichtet, ihre Kunden klar und deutlich auf das Totalverlustrisiko von derartigen Anlagen hinzuweisen. Denn: Es handelt sich um unternehmerische Beteiligungen – mit allen Chancen, aber auch mit allen Risiken. Scheitert das Projekt, kann das gesamte investierte Geld verloren sein.

Anlageberater muss neben dem Verlust des Anlegers auch die durch die Rechtsverfolgung entstandenen Kosten ersetzen

Schadensersatzansprüche dieser Art zielen darauf ab, den Anleger wirtschaftlich so zu stellen, als hätte er die mutmaßlich wertlos gewordene Anlage nicht erworben. Das bedeutet, dass er seine Aufwendungen für den Erwerb der Anlage unter Abzug etwaig erhaltener Ausschüttungen vom Berater erstattet erhält, dem der Anleger als Gegenleistung die Rechte an der Anlage zu übertragen hat.

Derartige Schadensersatzansprüche umfassen auch den Ersatz der Anwaltskosten, die dem Anleger durch die Rechtsverfolgung entstanden und die der Anlageberater ebenfalls zu erstatten hat.

Rechtsschutzversicherungen übernehmen oftmals die mit einer Anspruchsdurchsetzung verbundenen Kosten.

Empfehlung: Schadensersatzansprüche anwaltlich prüfen lassen

Betroffene Anleger sollten bereits jetzt anwaltlich prüfen lassen, ob ihnen Schadensersatzansprüche gegenüber den Anlageberatern bzw. Vertriebsgesellschaften zustehen, die ihnen die Investition in die Anlagen empfohlen haben.

Ein zeitnahes Tätigwerden verhindert insbesondere, dass etwaige Schadensersatzansprüche verjähren.

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13. Januar 2017

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Aktuelle Beiträge zur Lignum Sachert Edelholz AG:

Lignum Sachwert Edelholz AG: gute Klagechancen

Hendrik Bombosch 16.12.2016 19. Dezember 2016

Berlin, 16.12.2016 – Klangvolle Namen hatten die von der Lignum Sachwert Edelholz AG angebotenen Kapitalanlagen. Mit Edelholzplantagen in Bulgarien sollten Anleger Geld verdienen. Danach sieht es aber nicht mehr aus, dieses Jahr wurde über das Vermögen der Lignum Sachwert Edelholz AG ein Insolvenzverfahren eröffnet.

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