header-banner

CLLB Rechtsanwälte reicht Schadenersatzklage gegen Facebook ein

München, 08.09.2021. Daten sind längst zu einer Währung geworden und wer soziale Netzwerke wie Facebook nutzt, „zahlt“ dafür mit der Preisgabe einer Menge persönlicher Daten. Problematisch wird dies besonders, wenn die Daten unbefugten Dritten in die Hände fallen, so wie im Sommer 2019 als ein großes Datenleck bei Facebook bekannt wurde und Hacker in den Besitz der persönlichen Daten von Millionen Facebook-Nutzern gekommen sind. CLLB Rechtsanwälte reicht nun für einen Betroffenen Klage auf Schadenersatz gegen Facebook wegen Verstoßes gegen die Datenschutzgrundverordnung ein.

Nach Art. 82 der DSGVO hat jede Person, der wegen Verstoßes gegen die Verordnung ein materieller oder immaterieller Schaden entstanden ist, Anspruch auf Schadenersatz gegen die Verantwortlichen. „Unserem Mandanten ist durch eine vermeidbare Sicherheitslücke bei Facebook ein solcher immaterieller Schaden entstanden. Durch die Sicherheitslücke sind Unbefugte an die persönlichen Daten gelangt. Wir fordern für unseren Mandanten von Facebook daher Schadenersatz in Höhe von 4.500 Euro“, erklärt Rechtsanwalt István Cocron.

Der Kläger ist bei Facebook seit mindestens 2017 als Nutzer registriert. Erst im April 2021 erfuhr er von einer Datenpanne bei Facebook im Jahr 2019. Unbekannte Dritte hatten eine Sicherheitslücke ausgenutzt und sind mittels Scraping an persönliche Daten der Nutzer gelangt. Der Kläger zählt zu den Betroffenen. Name, Telefonnummer und möglicherweise weitere persönliche Daten sind in die Hände der Hacker gefallen. Die Datenpanne kann enorme Folgen haben: Hackerangriffe per SMS, Phishing, Spam bis hin zum Identitätsdiebstahl können dadurch ermöglicht werden. Die Betroffenen können außerdem ihrer Identität im Internet beraubt oder ihre Daten zur Profilbildung genutzt werden. Rechtsanwalt Cocron: „Die Sicherheitslücke wäre mit geeigneten Maßnahmen zu verhindern gewesen. Facebook hat daher die Verletzung der Datensicherheit verschuldet.“

Facebook hat nach Überzeugung von CLLB Rechtsanwälte gleich gegen mehrere Pflichten der DSGVO verstoßen. „Aufgrund der großen Risiken durch den Datendiebstahl hätte unser Mandant sofort von Facebook informiert werden müssen, auch um selbst geeignete Schutzmaßnahmen wie Änderung von Passwörtern oder Sperrung von Zugängen zu ergreifen. Bis heute hat es keine entsprechende Mitteilung von Facebook gegeben. Damit liegt ein klarer Verstoß gegen die Datenschutzgrundverordnung vor“, so Rechtsanwalt Cocron. Zudem ist Facebook auch seinen Auskunftspflichten bezüglich der Erhebung und Verarbeitung personenbezogener Daten nicht hinreichend nachgekommen.

Durch die Datenschutzverletzung hat der Kläger die Kontrolle über seine personenbezogenen Daten verloren und muss zudem befürchten, Opfer von Betrugsversuchen zu werden. „Daher machen wir Schadenersatzansprüche gegen Facebook wegen Verstoßes gegen die DSGVO geltend“, sagt Rechtsanwalt Cocron.

Mehr Informationen auf unserer Themenseite: Facebook Hack: Facebook-Daten gestohlen


Haben Sie Fragen zum Fall?

    Name *

    E-Mail-Adresse *

    Telefonnummer

    Nachricht *

    Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere diese.

    Diese Seite ist durch das Google reCAPTCHA vor Spam-Anfragen geschützt. Es gelten die Google Datenschutzrichtlinie und Nutzungsbedingungen.


    Über den Autor

    Rechtsanwalt István Cocron, B.A. studierte Rechtswissenschaften und Kunstgeschichte an der LMU München. Seine derzeitigen Tätigkeitsschwerpunkte sind die Beratung und Vertretung von Verbrauchern in den Bereichen des Glücksspielrechts, DSGVO-Verfahren, Datenhacks, Crypto & Schadenersatzrecht. Herr Cocron ist seit mehreren Jahren auch im Fintech-Sektor tätig, insbesondere im Bereich der Neuen Technologien und dort den Themen Blockchain und Kryptowährungen. Herr Cocron verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich der nationalen und internationalen Zwangsvollstreckung, ist Mitglied in mehreren Gläubigerausschüssen und nationalen und internationalen Anwaltsvereinigungen.

    Rechtsanwalt Cocron ist u.a. Mitglied in folgenden Interessenvertretungen:

    - Arbeitsgemeinschaft Bank- und Kapitalmarktrecht des Deutschen Anwaltvereins
    - Deutscher Anwaltverein
    - der Deutsch-Israelischen Juristenvereinigung
    - der Europäischen Anwaltsvereinigung
    - Fachverband für Glücksspielsucht FAGS
    030 / 288 789 60
    030 / 288 789 620

      Kostenfreie Beratung sichern
      Beantworten Sie nur 3 kurze Fragen und sichern Sie sich unsere kostenfreie und unverbindliche Beratung zu Ihrer persönlichen Situation.

      Bei welchen Anbietern haben Sie gespielt?

      Bitte tragen Sie alle Casinos mit Komma getrennt ein.

      Weiter
      Kostenfreie Beratung sichern

      Wie viel Geld haben Sie in den letzten 8 Jahren verloren?

      Weiter
      Kostenfreie Beratung sichern

      Mit welchem/welchen Spielernamen sind Sie auf den Online-Casinos aktiv?

      Weiter
      Das war’s schon
      Hinterlassen Sie in den folgenden Feldern nun noch Ihre Kontaktdaten, damit wir Sie zu Ihrem Fall näher beraten können. Einer unserer Anwälte wird sich daraufhin innerhalb von 48 Stunden bei Ihnen per Mail oder Telefon melden. Hierfür entstehen Ihnen selbstverständlich keinerlei Kosten.



      close-link