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Online-Casino muss Spieler 39.000 Euro erstatten

München, 23.08.2022. Einem Mandanten von CLLB Rechtsanwälte dürfte ein Stein vom Herzen gefallen sein. Innerhalb weniger Monate hatte er knapp 39.000 Euro in einem Online-Casino verzockt. Nun bekommt er sein Geld zurück. CLLB Rechtsanwälte hat am Landgericht Kaiserslautern erstritten, dass die beklagte Anbieterin der Online-Glücksspiele den Verlust vollständig erstatten muss (Urteil vom 04.08.2022 – 3 O 471/21).

Bis Ende Juni 2021 waren Online-Glücksspiele in Deutschland bis auf wenige Ausnahmen verboten. Trotz des Verbots machten viele Anbieter über deutschsprachige Webseiten ihre Online-Casinos auch für Spieler mit Wohnsitz in Deutschland leicht zugänglich. „Da sie damit gegen das Verbot aus dem Glücksspielstaatsvertrag verstoßen haben, haben sie jedoch keinen Anspruch auf die Spieleinsätze. Die abgeschlossenen Spielverträge sind nichtig und die Spieler können die Erstattung ihrer Verluste verlangen“, erklärt Rechtsanwalt István Cocron, CLLB Rechtsanwälte, der schon für zahlreiche Spieler das Geld von den Online-Casinos zurückgeholt hat.

In dem Fall vor dem LG Kaiserslautern hatte der Spieler zwischen November 2017 und Juni 2018 über eine deutschsprachige Webseite an den Online-Glücksspielen der beklagten Anbieterin aus Gibraltar teilgenommen. Unterm Strich verlor er dabei knapp 38.700 Euro. „Den Verlust haben wir von der Betreiberin des Online-Casinos zurückgefordert“, so Rechtsanwalt Cocron.

Die Klage hatte Erfolg. Die Beklagte müsse den Verlust vollständig erstatten, entschied das LG Kaiserslautern. Das Veranstalten und Vermitteln öffentlicher Glücksspiele im Internet sei verboten gewesen. Gegen dieses Verbot aus dem Glücksspielstaatsvertrag habe die Beklagte verstoßen. Die abgeschlossenen Spielverträge seien daher nichtig und die Spieleinsätze seien ohne rechtlichen Grund erfolgt. Die Betreiberin des Online-Casinos müsse dem Kläger seinen Verlust ersetzten, so das LG Kaiserslautern.

„Erst mit Wirkung zum 1. Juli 2021 wurde das Verbot von Online-Glücksspielen in Deutschland etwas gelockert. Das gilt jedoch nicht rückwirkend und eine in Deutschland gültige Lizenz ist für das Anbieten von Glücksspielen im Internet nach wie vor unabdingbare Voraussetzung. Spieler haben daher nach wie vor gute Chancen, ihre Verluste zurückzufordern“, so Rechtsanwalt Cocron.

Mehr Informationen:  https://www.cllb.de/online-casino-geld-zurueck-mit-anwalt


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    Über den Autor

    Rechtsanwalt István Cocron, B.A. studierte Rechtswissenschaften und Kunstgeschichte an der LMU München. Seine derzeitigen Tätigkeitsschwerpunkte sind die Beratung und Vertretung von Verbrauchern in den Bereichen des Glücksspielrechts, DSGVO-Verfahren, Datenhacks, Crypto & Schadenersatzrecht. Herr Cocron ist seit mehreren Jahren auch im Fintech-Sektor tätig, insbesondere im Bereich der Neuen Technologien und dort den Themen Blockchain und Kryptowährungen. Herr Cocron verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich der nationalen und internationalen Zwangsvollstreckung, ist Mitglied in mehreren Gläubigerausschüssen und nationalen und internationalen Anwaltsvereinigungen.

    Rechtsanwalt Cocron ist u.a. Mitglied in folgenden Interessenvertretungen:

    - Arbeitsgemeinschaft Bank- und Kapitalmarktrecht des Deutschen Anwaltvereins
    - Deutscher Anwaltverein
    - der Deutsch-Israelischen Juristenvereinigung
    - der Europäischen Anwaltsvereinigung
    - Fachverband für Glücksspielsucht FAGS
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