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Online-Glücksspiel: CLLB Rechtsanwälte holt Verluste in Höhe von 45.500 Euro zurück

München, 04.01.2022. Immer wieder hatte ein Spieler sein Glück im Online-Casino versucht und dabei Verluste in Höhe von rund 45.500 Euro angehäuft. Nun hat sich das Blatt für ihn gewendet. CLLB Rechtsanwälte hat durchgesetzt, dass die Veranstalterin der Online-Glücksspiele, die Martingale Malta 2 Limited, die Verluste ersetzen muss. Das hat das Landgericht Braunschweig mit Urteil vom 14.12.2021 entschieden (Az.: 6 O 1177/21).

„In Deutschland galt bis Ende Juni 2021 ein weitreichendes Verbot für Glücksspiele im Internet. Dennoch haben Anbieter ihre Online-Glücksspiele auch für Spieler in Deutschland leicht zugänglich gemacht. Da sie damit gegen das Verbot aus dem Glücksspielstaatsvertag verstoßen haben, haben sie keinen rechtlichen Anspruch auf die Einsätze der Spieler und müssen die Verluste ersetzen“, sagt Rechtsanwalt István Cocron, CLLB Rechtsanwälte.

So war es auch in dem Fall vor dem LG Braunschweig. Der Kläger hatte zwischen Januar 2018 und Juli 2019 auf der deutschsprachigen Webseite einer Anbieterin mit Sitz in Malta an Online-Glücksspielen teilgenommen. Im Laufe der Monate summierten sich seine Verluste auf mehr als 45.500 Euro. „Das Geld forderten wir nun von der Anbieterin zurück“, so Rechtsanwalt Cocron.

Mit Erfolg. Das LG Braunschweig gab der Klage statt. Laut § 4 Abs. 4 Glücksspielstaatsvertrag war das Veranstalten öffentlicher Glücksspiele im Internet in diesem Zeitraum verboten gewesen. Daher seien die geschlossenen Spielverträge zwischen dem Kläger und der Beklagten nichtig. Die Anbieterin habe das Geld daher ohne rechtlichen Grund erlangt und müsse die Verluste ersetzen. Könnten diese Verluste nicht zurückgefordert werden, wäre das für die Veranstalter von Online-Glücksspielen ein erheblicher Anreiz gewesen, trotz des Verbots weiterzumachen, führte das Gericht weiter aus.

Das Verbot von Online-Glücksspielen in Deutschland wurde zwar zum 1. Juli 2021 gelockert. „Die Lockerungen gelten jedoch nicht rückwirkend. Spieler haben daher nach wie vor gute Möglichkeiten, ihre Verluste zurückzuverlangen“, so Rechtsanwalt Cocron.

Mehr Informationen:  https://www.cllb.de/online-casino-geld-zurueck-mit-anwalt


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    Über den Autor

    István Cocron ist Spezialist im Bereich der Beratung von Start-Ups und Unternehmen, im Gesellschafts- und Kapitalanlagerecht sowie der Vertretung von Versicherungsnehmern. Er besitzt umfangreiche forensische Erfahrung und hat bereits etliche Großverfahren für Anleger und Verbraucher aus dem gesamten Bundesgebiet betreut. Rechtsanwalt Cocron beschäftigt sich zudem seit mehren Jahren mit den neuesten Entwicklungen aus dem Bereich der IT, insbesondere den Themen Blockchain und Cryptocurrencies. Er besitzt langjährige Erfahrung im Bereich der nationalen und internationalen Zwangsvollstreckung, ist Mitglied mehrerer Gläubigerausschüsse sowie nationaler und internationaler Vereinigungen von Juristen. Rechtsanwalt Cocron ist Gründungspartner der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte.
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