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Agrofinanz GmbH insolvent! Was können Anleger tun? Vorläufiges Insolvenzverfahren am 04.01.2016 eröffnet. Anleger sollte prüfen, ob ihnen Schadenersatzansprüche zustehen!

München, Berlin 15.01.2016 – Das Amtsgericht Kleve hat unter dem Az. 32 IN 95/15 das vorläufige Insolvenzverfahren über die Agrofinanz GmbH angeordnet.

Diese Nachricht kommt für viele Anleger als unangenehme Neujahrsüberraschung, warb die Agrofinanz GmbH doch mit besonders sicheren und rentablen Anlagen mit bis zu 9% Zinsen.

Betroffenen Anlegern ist in der aktuellen Situation zu raten, ihre Forderungen im Insolvenzverfahren auf jeden Fall anzumelden, um so zumindest einen Teil des Schadens zu kompensieren.

Bereits im September 2015 hatte die Bundesfinanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Agrofinanz GmbH aufgefordert, das betriebene Einlagengeschäft rückabzuwickeln und die Gelder der Anleger zurückzuzahlen, da die Agrofinanz GmbH für diese Art von Geschäften keine Erlaubnis hatte.

Der Umstand, dass die Agrofinanz GmbH ohne Erlaubnis ein Einlagengeschäft betrieb, ist für die Anleger insoweit ein kleiner Vorteil, als dass es ihnen die Möglichkeit eröffnet, auch direkt gegen die Unternehmensverantwortlichen wegen eines Verstoßes gegen die §§ 32, 54 Kreditwesengesetz auf Schadenersatz vorzugehen. Im Falle der erfolgreichen Durchsetzung und Vollstreckung dieser Ansprüche, sind die Anleger dabei so zu stellen, als hätten sie die Anlage nie erworben. Auch sämtliche Anwalts- und Gerichtskosten sind in diesem Fall von der Gegenseite zu erstatten.

Auch gegen den Vertrieb, Anlageberater und/oder Anlageberatungsgesellschaften können Schadenersatzansprüche bestehen, da jeder Berater zu eine anleger- und objektgerechten Beratung verpflichtet ist. Die Berater sind verpflichtet, die Anleger über sämtliche Risiken einer solchen Beteiligung aufzuklären. Findet eine solche Aufklärung nicht, oder nicht vollständig statt, kommen weitere Ansprüche in Betracht.

Es ist daher jedem Anleger zu raten, sich an einen Fachanwalt für Kapitalmarktrecht zu wenden, um mögliche Ansprüche prüfen zu lassen.

Pressekontakt:CLLB Rechtsanwälte, Cocron, Liebl, Leitz, Braun, Kainz Partnerschaft mbB, Panoramastr.1. 47, 10178 Berlin, Fon: 030 / 288 789 60, Fax: 030 / 288 789 620; Mail: kanzlei@cllb.de,  Web: www.cllb.de


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Über den Autor

István Cocron ist Spezialist im Bereich der Beratung von Start-Ups und Unternehmen, im Gesellschafts- und Kapitalanlagerecht sowie der Vertretung von Versicherungsnehmern. Er besitzt umfangreiche forensische Erfahrung und hat bereits etliche Großverfahren für Anleger und Verbraucher aus dem gesamten Bundesgebiet betreut. Rechtsanwalt Cocron beschäftigt sich zudem seit mehren Jahren mit den neuesten Entwicklungen aus dem Bereich der IT, insbesondere den Themen Blockchain und Cryptocurrencies. Er besitzt langjährige Erfahrung im Bereich der nationalen und internationalen Zwangsvollstreckung, ist Mitglied mehrerer Gläubigerausschüsse sowie nationaler und internationaler Vereinigungen von Juristen. Rechtsanwalt Cocron ist Gründungspartner der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte.
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