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Astoria Invest AG insolvent

Berlin, 06.02.2017 – Neue schlechte Nachrichten vom grauen Kapitalmarkt: Diesmal trifft es Anleger, die in Produkte der Astoria Invest AG, der Astoria Organic Matters GmbH & Co. KG, der Astoria Organic Matters 2 GmbH & Co. KG, der Astoria Partner Management GmbH oder der Astoria Private Equity GmbH investiert haben. Es wurden Insolvenzanträge über das Vermögen dieser Gesellschaften beim Amtsgerichts Heidelberg gestellt.

Mit industriellen Kompostierungsanlagen sollten private Kleinanleger insbesondere in Kanada gutes Geld verdienen können. 161 % Gesamtausschüttungen sollten beispielsweise Anleger der Astoria Organic GmbH & Co. KG erhalten. Wegen des Insolvenzantrags sieht es jedoch eher danach aus, als würde sich das Totalverlustrisiko dieser Kapitalanlagen verwirklichen.

Zwar werden die Insolvenzverwalter versuchen, zu retten was zu retten ist. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass auch Insolvenzverwalter nicht zaubern können und in vielen Fällen nichts mehr zu retten ist, sodass die Anleger, die in später insolvente Gesellschaften investiert haben, oftmals hohe Verluste erleiden.

Rechtsanwalt Bombosch von CLLB Rechtsanwälte empfiehlt betroffenen Anlegern daher eine Überprüfung, ob Schadensersatzansprüche wegen fehlerhafter Anlageberatung in Betracht kommen.

Ein Anlageberater muss seine Kunden zum einen anlegergerecht beraten, d. h. die dem Kunden empfohlene Anlage muss zur Risikobereitschaft und zu den Zielen und Wünschen des Anlegers passen. Das bedeutet: Einem Anleger, der nach einer sicheren Anlage sucht, darf keine unternehmerische Anlage mit einem Totalverlustrisiko (wie hier) angedient werden.

Zum anderen muss der Anlageberater seinen Kunden anlagegerecht beraten, d. h. er muss ihn über die Risiken der von ihm empfohlenen Anlage aufklären. Eine solche Aufklärung muss rechtzeitig, vollständig und verständlich erfolgen, bestehende Risiken dürfen dabei nicht verharmlost werden. So muss ein Anleger über die mit diesen Anlagen verbundenen erheblichen Risiken vor seiner Anlageentscheidung aufgeklärt werden.

Sollten Anleger den Verdacht haben, möglicher Weise nicht korrekt beraten worden zu sein, sollten sie die Rechtslage anwaltlich prüfen lassen, möglicher Weise bestehen Schadensersatzansprüche gegen den Anlageberater oder die hinter diesem stehende Anlageberatungsgesellschaft.

Ansprüche wegen fehlerhafter Anlageberatung sind darauf gerichtet, den Anleger so zu stellen, als hätte er die Kapitalanlage nie erworben. Er erhält unter Anrechnung ausgezahlter Ausschüttungen sein investiertes Geld zurück. Im Gegenzug übertragt er seine Rechte an der Kapitalanlage auf den Anlageberater bzw. auf die Anlageberatungsgesellschaft.

Unter Umständen übernehmen Rechtsschutzversicherungen die Kosten einer solchen Anspruchsprüfung und -durchsetzung.


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Über den Autor

Im Jahr 2015 nahm Rechtsanwalt Hendrik Bombosch 75-80 Gerichtstermine wahr und insgesamt trat er als Anwalt vor über 80 verschiedenen LGs und OLGs auf.
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