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Driver & Bengsch / Accessio Wertpapierhandelshaus AG: Auch Cargofresh AG insolvent!

Wie jetzt bekannt wurde, hat die Cargofresh AG am 13.11.2009 vor dem Amtsgericht Reinbek die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt (8 IN 326/09). Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Steffen Koch bestellt. Damit hat es nach der HPE AG ein weiteres Unternehmen, dessen Beteiligungen von der Anlageberatungsgesellschaft Driver & Bengsch / Accessio Wertpapierhandelshaus AG vermittelt wurden, getroffen.

Überraschend ist die Insolvenz des Unternehmens, dessen Geschäftstätigkeit nach eigener Darstellung in zukunftsträchtigen Investitionsgütermärkten mit moderner Technologie erfolgen sollte, aber keineswegs. Die Cargofresh AG hatte bereits seit mehreren Monaten mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen und daher versucht, die Rückzahlungsverpflichtung und die Ausschüttungen aus den von ihr emittierten Anleihen durch die Einberufung von mehreren Gläubigerversammlungen zu verschieben letztlich ohne Erfolg.

Für die betroffenen Anleger gibt es nun zwei Ansatzpunkte, um den ihnen entstandenen Schaden ersetzt zu bekommen. Zum einen können die Anleihegläubiger ihre Forderungen im Insolvenzverfahren anmelden, sofern ein solches Verfahren durchgeführt wird. Zum anderen kommen für die Geschädigten Schadensersatzansprüche gegen die Anlageberater, die die Unternehmensbeteiligungen vermittelt haben, in Betracht. Maßgebliche Beratungsgesellschaft war hier die Driver & Bengsch / Accessio Wertpapierhandelshaus AG. Gegen die Gesellschaft werden bereits zahlreiche Gerichtsverfahren vor dem Landgericht Itzehoe wegen fehlerhafter Anlageberatung geführt.

„Das Landgericht Itzehoe hat in diesem Zusammenhang in einem von der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte betreutem Verfahren den Hinweisbeschluss erlassen, dass es von Schadensersatz begründender Fehlberatung wegen der Nichtaufklärung über Innenprovisionen, sog. kick-backs, ausgeht“, so Rechtsanwalt Christian Luber, der das Verfahren für die auf Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei CLLB Rechtsanwälte mit Sitz in München und Berlin vor dem Landgericht Itzehoe führt. „Anleger, die ebenfalls nicht auf die Zahlung von Innenprovisionen und auf die einer Unternehmensanleihe immanenten Risiken, insbesondere die des Totalverlustrisikos, hingewiesen wurden, sollten daher ihre Ansprüche anwaltlich prüfen lassen.“

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Über den Autor

Rechtsanwalt Franz Braun ist ein Spezialist in Kapitalmarkt- und Gesellschaftsrecht. Zu den wichtigsten Fällen, an denen er beteiligt war, gehörten Premiere/Sky, Griechenland und Porsche/VW.
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