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Global Real Estate AG – Neue Hoffnung für Anleger

Berlin, 02. Juni 2009. Die Global Real Estate AG ist in zwei Fällen verurteilt worden, Anleger zu entschädigen, die sich als atypisch stille Gesellschafter an der GRE Global Real Estate AG beteiligt hatten. Das Landgericht Rostock ist zu der Überzeugung gelangt, dass dem Anleger ein Schadensersatzanspruch wegen fehlerhafter Beratung bei den Vertragsverhandlungen die zur Zeichnung der Beteiligung geführt haben, zusteht. Dieser Schadensersatzanspruch ist gerichtet auf Rückzahlung der geleisteten Einlagen Zug um Zug gegen Rückübertragung der Beteiligungen.

Das Landgericht Rostock sah es als erwiesen an, dass den Anlegern kein zutreffendes Bild über das Beteiligungsobjekt vermittelt worden ist. Als Rechtsfolge dieser fehlerhaften Anlageberatung wurde den Anlegern der oben skizzierte Schadensersatzanspruch zugesprochen. Die Urteile des Landgerichts Rostock sind noch nicht rechtskräftig geworden.

Auch das Landgericht Berlin (Urteil vom 22.06.2009, Az. 18 O 395/08) hat zu Gunsten einer Anlegerin entschieden. Sie war in einer Haustürsituation beraten worden und hatte den Widerruf ihres Beitrittserklärt. Da Landgericht Berlin befand die Widerrufsbelehrung der GRE AG für fehlerhaft, weshalb die Widerrufsfrist nicht zu laufen begonnen hatte. Als Rechtsfolge konnte die Anlegerin auch lange Zeit nach dem Beitritt noch den Widerruf erklären und das eingesetzte Geld zurückverlangen.

Auch das Landgericht Zwickau und das OLG Dresden haben zu Gunsten von Anlegern entschieden, die vorgetragen hatten, nicht korrekt über die mit dem Beteiligungsangebot verbundenen Risiken aufgeklärt worden zu sein. Die GRE AG hatte argumentiert, dass sich der Erhalt des Prospekts aus einer entsprechenden Quittung auf dem Zeichnungsschein ergebe. Beide Gerichte gingen davon aus, dass die Übergabe des Prospekts durch die Quittung nicht erwiesen sei, da es sich dabei um eine unzulässige Umkehr der Beweislast handele.

Rechtsanwalt Bombosch von der auf Kapitalanlagerecht spezialisierten Kanzlei CLLB Rechtsanwälte rät allen Anlegern, die sich als atypisch stille Gesellschafter an der Global Real Estate AG beteiligt haben, ihrerseits ebenfalls Rechtsrat bei einem Spezialisten einzuholen, ob auch ihnen möglicherweise Schadensersatzansprüche zustehen und sie sich so von ihrer Beteiligung lösen können

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Über den Autor

István Cocron ist Spezialist im Bereich der Beratung von Start-Ups und Unternehmen, im Gesellschafts- und Kapitalanlagerecht sowie der Vertretung von Versicherungsnehmern. Er besitzt umfangreiche forensische Erfahrung und hat bereits etliche Großverfahren für Anleger und Verbraucher aus dem gesamten Bundesgebiet betreut. Rechtsanwalt Cocron beschäftigt sich zudem seit mehren Jahren mit den neuesten Entwicklungen aus dem Bereich der IT, insbesondere den Themen Blockchain und Cryptocurrencies. Er besitzt langjährige Erfahrung im Bereich der nationalen und internationalen Zwangsvollstreckung, ist Mitglied mehrerer Gläubigerausschüsse sowie nationaler und internationaler Vereinigungen von Juristen. Rechtsanwalt Cocron ist Gründungspartner der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte.
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