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Inncona Geschäftsführungs GmbH: Vorläufiges Insolvenzverfahren wurde eröffnet – Handlungsbedarf für Anleger

Am 02.09.2008 wurde über das Vermögen der Inncona Geschäftsführungs GmbH das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet. Den Anlegern der Inncona-Gruppe droht nun der Verlust des eingesetzten Kapitals. Bereits im Mai 2008 hatten die Beamten der Staatsanwaltschaft Bielefeld und der Steuerfahndung mehrere Wohn- und Geschäftsräume im Umfeld der Inncona-Gruppe durchsucht und die beiden Geschäftsführer der in Herford ansässigen Inncona Geschäftsführungs GmbH wegen des Verdachts des Kapitalanlagebetrugs und der Steuerhinterziehung festgenommen.

Das von der Inncona-Gruppe betriebene Geschäftsmodell sah so aus, dass die Inncona Geschäftsführungs GmbH für jeden Anleger in der Regel eine eigene GmbH & Co. KG gründete, wobei die Inncona Geschäftsführungs GmbH Komplementärin und der Anleger Kommanditist der neu gegründeten GmbH & Co. KG wurde. Geschäftsgegenstand dieser KGs war vor allem der Handel mit und das Verleasen von Wirtschaftsgütern, insbesondere von Plasmabildschirmen. Die mit diesem Geschäftsmodell in den vergangenen Jahren eingeworbenen Gelder sollen sich auf annähernd 50 Mio. € belaufen. Das Geschäftsmodell der Inncona-Gruppe hat sich jedoch nicht als wirtschaftlich tragfähig erwiesen. „Da über das Vermögen der Inncona Geschäftsführungs GmbH das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet wurde, droht nun bei den einzelnen KGs der Wegfall der persönlich haftenden Gesellschafterin“, erklärt Rechtsanwalt István Cocron von der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte. Rechtsanwalt Cocron sieht daher dringenden Handlungsbedarf für die betroffenen Anleger. Sollte sich zudem der Verdacht des Kapitalanlagebetrugs bestätigen, drohen den betroffenen Anlegern nicht nur der Verlust des eingesetzten Kapitals, sondern womöglich erhebliche Steuernachzahlungen und die zusätzliche Zahlung von Zinsen in Höhe von 6 % p.a. auf diese Steuernachforderungen. Grund hierfür ist, dass die Steuervorteile nur unter dem Vorbehalt der Nachprüfung gewährt wurden und rückwirkend von der Finanzverwaltung aberkannt werden, wenn sich herausstellen sollte, dass hinsichtlich der einzelnen KGs keine Gewinnerzielungsabsicht bestand. Rechtsanwalt Cocron rät daher den betroffenen Anlegern, ihre rechtlichen Möglichkeiten von auf das Kapitalanlagerecht spezialisierten Anwälten prüfen zu lassen.


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Über den Autor

István Cocron ist Spezialist im Bereich der Beratung von Start-Ups und Unternehmen, im Gesellschafts- und Kapitalanlagerecht sowie der Vertretung von Versicherungsnehmern. Er besitzt umfangreiche forensische Erfahrung und hat bereits etliche Großverfahren für Anleger und Verbraucher aus dem gesamten Bundesgebiet betreut. Rechtsanwalt Cocron beschäftigt sich zudem seit mehren Jahren mit den neuesten Entwicklungen aus dem Bereich der IT, insbesondere den Themen Blockchain und Cryptocurrencies. Er besitzt langjährige Erfahrung im Bereich der nationalen und internationalen Zwangsvollstreckung, ist Mitglied mehrerer Gläubigerausschüsse sowie nationaler und internationaler Vereinigungen von Juristen. Rechtsanwalt Cocron ist Gründungspartner der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte.
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