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Landgericht Regensburg verurteilt GEOKRAFTWERKE.de GmbH zum Schadensersatz

München, 13.09.2019. Wie die auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei CLLB Rechtsanwälte mit Sitz in München und Berlin meldet, wurde die GEOKRAFTWERKE.de GmbH mit Urteil vom 05.09.2019 verurteilt, einen Erwerber von Namensschuldverschreibungen Schadensersatz zu leisten.

Der von der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte vertretene Anleger erwarb am 05.06.2013 von der GEOKRAFTWERKE.de GmbH 50 Namensschuldverschreibungen zu einem Gesamtpreis in Höhe von € 10.000,00. Der Kläger gab an, dass ihm die streitgegenständlichen Namensschuldverschreibungen in einem telefonischen Informationsgespräch mit der GEOKRAFTWERKE.de GmbH als zukunftsträchtige Anlageform vorgestellt wurde, welche durch das EEG abgesichert sei. Darüber hinaus sei ihm am Telefon mitgeteilt worden, dass er sein Geld jederzeit zurückerhalten könne. Im Vertrauen auf diese Angaben erwarb der Kläger im Nachgang die Namensschuldverschreibungen bei der Beklagten.

Nachdem der Kläger im Jahre 2018 erfahren hatte, dass er sein Geld nicht jederzeit zurückerhalten werde, konsultierte er die Kanzlei CLLB Rechtsanwälte und beauftragte diese mit der Vertretung seiner rechtlichen Interessen. Die Kanzlei CLLB Rechtsanwälte erhob Klage gegen die GEOKRAFTWERKE.de GmbH beim Landgericht Regensburg.

Nach Anhörung des Klägers und des Geschäftsführers der Beklagten kam das Landgericht zu dem Ergebnis, dass die GEOKRAFTWERKE.de GmbH ihre vorvertraglichen Aufklärungs- und Informationspflichten verletzt habe, in dem sie dem Kläger gegenüber wahrheitswidrige Angaben zur Rückzahlung seines Kapitals gemacht habe. Das Landgericht Regensburg verurteilte die GEOKRAFTWERKE.de GmbH deshalb zur Rückzahlung des vom Kläger geleisteten Anlagebetrages Zug um Zug gegen Rückübertragung der erworbenen Namensschuldverschreibungen.

„Auch wenn dieses Urteil noch nicht rechtskräftig ist, zeigt es doch, dass Erwerber von Namensschuldverschreibungen der GEOKRAFTWERKE.de GmbH, die sich unzureichend aufgeklärt fühlen, Chancen haben, vor Gericht ein positives Urteil zu erstreiten“ erklärt Rechtsanwalt Steffen Liebl von der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte.

Die Kanzlei CLLB Rechtsanwälte vertritt darüber hinaus die Auffassung, dass Erwerber von Namensschuldverschreibungen das Vertragsverhältnis außerordentlich und mit sofortiger Wirkung kündigen können. Das oben zitierte Urteil setzt sich jedoch mit diesem Kündigungsrecht nicht auseinander, da das Gericht im vorliegenden Sachverhalt aufgrund des Verlaufes der mündlichen Verhandlung von einer vorvertraglichen Aufklärungspflichtverletzung und einem daraus resultierenden Schadensersatzanspruch ausgeht.

Es bleibt nunmehr abzuwarten, wie die GEOKRAFTWERKE.de GmbH auf diese Entscheidung reagiert. Gegenwärtig sind diverse Verfahren in der ersten und in der zweiten Instanz gegen die GEOKRAFTWERKE.de GmbH anhängig.

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Über den Autor

Rechtsanwalt Steffen Liebl hat langjährige forensische Erfahrungen vor allem bei der Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen wegen fehlerhafter Anlageberatung für Mandanten, die Aktien, Aktienfonds, Medienfonds, Schiffsfonds, offene und/ oder geschlossene Immobilienfonds, Lebensversicherungsfonds, Inhaberschuldverschreibungen oder weitere Anlageprodukte erworben hatten.
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