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Landgericht Wiesbaden: Kick-Back-Rechtsprechung auch auf freie Anlageberater anwendbar

München, 02.09.2009. Nachdem bereits das Landgericht Hamburg und das Landgericht Düsseldorf die Kick-back-Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes auch auf freie Anlageberater angewendet haben, hat nun auch das Landgericht Wiesbaden diese Rechtsansicht bestätigt.

So hat das Landgericht Wiesbaden in einem von der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte betreuten Verfahren am 01.09.2009 einen Hinweisbeschluss erlassen, wonach die Entscheidung des BGH vom 20.01.2009 auch auf Anlageberater, die nicht für eine Bank handeln, anzuwenden sei.

In dem Verfahren vor dem Landgericht Wiesbaden macht ein Anleger Schadensersatzansprüche gegen einen Anlageberater wegen fehlerhafter Anlageberatung geltend. Er wirft dem Berater vor, ihn nicht über die Risiken des von ihm gezeichneten Fonds DCM GmbH & Co. Vermögensaufbau 1 KG aufgeklärt und den Umstand verschwiegen zu haben, dass der Berater für die Vermittlung des streitgegenständlichen Fonds Innenprovisionen von der Emittentin erhalten habe..

Die auf Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei CLLB Rechtsanwälte mit Sitz in München und Berlin trug im Laufe des Verfahrens vor, dass die Entscheidung des Bundesgerichtshofes, wonach Banken über den Erhalt von sog. kick backs informieren müssen, auch auf den hier vorliegenden Fall zu übertragen sei. Dieser Argumentation hat sich das Landgericht Wiesbaden nun mit dem Hinweisbeschluss angeschlossen und mitgeteilt, dass bei einer Nichtaufklärung über den Erhalt von Innenprovisionen von einer Begründetheit der Klage auszugehen sei.

Die Kanzlei CLLB Rechtsanwälte rät somit allen Anlegern, die in einem Kapitalanlageberatungsgespräch nicht auf Innenprovisionen hingewiesen wurden, eine spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei aufzusuchen.


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Über den Autor

István Cocron ist Spezialist im Bereich der Beratung von Start-Ups und Unternehmen, im Gesellschafts- und Kapitalanlagerecht sowie der Vertretung von Versicherungsnehmern. Er besitzt umfangreiche forensische Erfahrung und hat bereits etliche Großverfahren für Anleger und Verbraucher aus dem gesamten Bundesgebiet betreut. Rechtsanwalt Cocron beschäftigt sich zudem seit mehren Jahren mit den neuesten Entwicklungen aus dem Bereich der IT, insbesondere den Themen Blockchain und Cryptocurrencies. Er besitzt langjährige Erfahrung im Bereich der nationalen und internationalen Zwangsvollstreckung, ist Mitglied mehrerer Gläubigerausschüsse sowie nationaler und internationaler Vereinigungen von Juristen. Rechtsanwalt Cocron ist Gründungspartner der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte.
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