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LG Köln: Online-Casino muss Verlust erstatten

München, 22.10.2021. CLLB Rechtsanwälte hat erneut für einen Spieler seine Verluste beim Glücksspiel im Internet zurückgeholt. Rund 7.000 Euro hatte der Mandant im Laufe der Zeit im Online-Casino verspielt. Nach einem Urteil des Landgerichts Köln vom 19.10.2021 erhält er nun jeden Cent zurück (Az. 16 O 614/20). Die bet-at-home.com Entertainment Limited habe mit ihrem Angebot gegen das zum Streitzeitpunkt geltende Verbot von Online-Glücksspiel in Deutschland verstoßen und müsse daher dem Kläger seine Verluste ersetzen.

Bis zum 30.06.2021 galt laut Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland ein umfassendes Verbot für Glücksspiele im Internet. „Dieses Verbot umfasste auch das Angebot von Online-Glücksspiel in Deutschland. Anbieter wie die bet-at-home.com Entertainment Ltd., die ihren Sitz in Malta hat, haben sich an das Verbot jedoch nicht gehalten. Mit Webseiten in deutscher Sprache haben sie das Online-Glücksspiel auch in Deutschland leicht zugänglich gemacht. Für die Spieler bedeutet das, dass sie ihr verlorenes Geld von den Anbietern zurückverlangen können“, sagt Rechtsanwalt István Cocron.

In dem vorliegenden Fall hatte der Mandant von CLLB Rechtsanwälte über die deutschsprachige Internetdomain von bet-at-home zwischen 2015 und 2017 von seiner Wohnung in Köln aus an den Glücksspielen im Online-Casino teilgenommen und unterm Strich knapp 7.000 Euro verloren. Die Einsätze wurden über sein in Deutschland geführtes Girokonto und Kreditkartenkonto abgebucht.

Der Kläger verlangte nun sein Geld zurück, weil das Angebot des Online-Glücksspiels in Deutschland zu diesem Zeitpunkt verboten gewesen sei und die Beklagte über keine gültige Lizenz für ihre Online-Sportwetten und Online-Casinospiele in Deutschland verfügt habe. Eine ausländische Lizenz reiche nicht aus.

Die Klage hatte Erfolg.  Die Beklagte habe mit ihrem Angebot des Online-Glücksspiel gegen den zu diesem Zeitpunkt geltenden Glücksspielstaatsvertrag verstoßen. Die Verträge mit dem Spieler seien daher ohne rechtliche Grundlage erfolgt und damit unwirksam, so das LG Köln. Dieses Verbot des Online-Glücksspiels verstoße auch nicht gegen europäisches Recht. Die Beklagte müsse dem Spieler daher die Verluste erstatten, entschied das Gericht.

Das Verbot des Online-Glücksspiel in Deutschland wurde zum 1. Juli 2021 zwar etwas gelockert. Die Änderungen wirken aber nicht rückwirkend. Außerdem muss der Anbieter über eine in Deutschland gültige Lizenz verfügen.

Mehr Informationen:  https://www.cllb.de/online-casino-geld-zurueck-mit-anwalt


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    Über den Autor

    István Cocron ist Spezialist im Bereich der Beratung von Start-Ups und Unternehmen, im Gesellschafts- und Kapitalanlagerecht sowie der Vertretung von Versicherungsnehmern. Er besitzt umfangreiche forensische Erfahrung und hat bereits etliche Großverfahren für Anleger und Verbraucher aus dem gesamten Bundesgebiet betreut. Rechtsanwalt Cocron beschäftigt sich zudem seit mehren Jahren mit den neuesten Entwicklungen aus dem Bereich der IT, insbesondere den Themen Blockchain und Cryptocurrencies. Er besitzt langjährige Erfahrung im Bereich der nationalen und internationalen Zwangsvollstreckung, ist Mitglied mehrerer Gläubigerausschüsse sowie nationaler und internationaler Vereinigungen von Juristen. Rechtsanwalt Cocron ist Gründungspartner der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte.
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