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P&R Container – Amtsgericht München eröffnet Insolvenzverfahren

Anleger können Forderungen bis zum 14. September 2018 anmelden – Rund eine Million Container existierten nur auf dem Papier

Alle Informationen finden Sie auch auf unserer Übersichtsseite zur Insolvenz der P&R Container Gruppe.

München, 25.07.2018 – Die Insolvenzverfahren über die deutschen P&R Gesellschaften sind eröffnet. Rund 54.000 Anleger sind nun aufgerufen, ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter bis zum 14. September 2018 anzumelden.

Das Amtsgericht München hat die Insolvenzverfahren über die P&R Container Vertriebs- und Verwaltungs GmbH, die P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs GmbH, die P&R Transport-Container GmbH und über die P&R Container Leasing GmbH am 24. Juli 2018 eröffnet. Die Gläubigerversammlungen finden am 17.und 18. Oktober in der Olympiahalle München bzw. im Insolvenzgericht (P&R Container Leasing GmbH) statt.

Anleger hatten rund 3,5 Milliarden Euro in die P&R Container investiert. Das Geld steht seit der Insolvenz der P&R Gesellschaften im Feuer. „Nur durch die Anmeldung der Forderungen zur Insolvenztabelle kann das investierte Geld nicht gerettet werden. Die Insolvenzmasse wird aller Voraussicht nach nicht ausreichen, um den Anlegern eine hohe Insolvenzquote zu bescheren“, befürchtet Rechtsanwalt Franz Braun, CLLB Rechtsanwälte. Diese Befürchtung wird auch von den schlechten Nachrichten der Insolvenzverwalter genährt. So hat sich inzwischen bestätigt, dass etwa eine Million Container fehlen und die P&R-Containerflotte nur aus 618.000 Containern besteht.

Nach Angaben der Insolvenzverwalter hat sich der Fehlbestand seit 2007 kontinuierlich aufgebaut. An die Anleger wurden zwar rund 1,6 Millionen Container verkauft. Die fehlenden Container sind aber nicht etwa auf dem Meer verloren gegangen, sondern haben offensichtlich nie existiert. Die neu eingeworbenen Anlegergelder wurden dazu genutzt, um laufende Verbindlichkeiten, z.B. für die Mietzahlungen, zu begleichen.

Auch wenn weiterhin Einnahmen aus der Vermietung der Container generiert und Haftungsansprüche gegen Unternehmensverantwortliche verfolgt werden, wird die Insolvenzmasse nicht annähernd ausreichen, um die Forderungen der Gläubiger bedienen zu können. Rechtsanwalt Braun: „Trotzdem sollten die Forderungen unbedingt beim Insolvenzverwalter angemeldet werden, da sie sonst im Insolvenzverfahren nicht berücksichtigt werden können. Unabhängig vom Insolvenzverfahren können aber auch Schadensersatzansprüche gegen Anlageberater und Vermittler geltend gemacht werden, wenn diese die Anleger nicht über die bestehenden Risiken aufgeklärt haben.“

 

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Über den Autor

Rechtsanwalt Franz Braun ist ein Spezialist in Kapitalmarkt- und Gesellschaftsrecht. Zu den wichtigsten Fällen, an denen er beteiligt war, gehörten Premiere/Sky, Griechenland und Porsche/VW.
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