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P&R Container-Investments in Schieflage?

Nach diversen Medienberichten sind fällige Auszahlungen nicht erfolgt und der Vertrieb wurde eingefroren. Anleger sollten Schadensersatzansprüche prüfen lassen.

Alle Informationen finden Sie auch auf unserer Übersichtsseite zur Insolvenz der P&R Container Gruppe.

München, 09.03.2018 – Wie aus heiterem Himmel kündigt sich Ungemach für zahlreiche Container-Anleger an. Eigenen Angaben zufolge ist die P&R Gruppe Marktführer in ihrem Segment, sie betreut über 50.000 Anleger mit einem Gesamtvolumen von mehr als 1,25 Millionen Containereinheiten. Gestern wurden erste Berichte bekannt, wonach Auszahlungen nicht erfolgt sind, der Vertrieb neuer Anlagen vorerst eingestellt werden soll und sogar von einer möglichen Schieflage die Rede ist. Hintergrund dürfte das nachlassende Neugeschäft sein, soweit die Auszahlung an Altanleger auch von der Liquidität aufgrund neu eingeworbener Gelder abhängig ist. Allerdings hieß es offiziell, dass Einzelanfragen vorerst nicht beantwortet werden könnten.

„Damit wird der Spekulation natürlich Tür und Tor geöffnet.“ meint Rechtsanwalt Franz Braun, Partner bei der auf Kapitalanlagerecht spezialisierten Kanzlei CLLB Rechtsanwälte mit Sitz in München und Berlin. „Allerdings lässt sich aufgrund meiner bisherigen Erfahrung in vergleichbaren Fällen bereits jetzt sagen, dass ich das nicht für ein beruhigendes Signal halte. Noch schlimmer wäre nur, wenn bald Durchhalteparolen und Beschwichtigungen verbreitet würden.“

Aber auch bereits zum jetzigen Zeitpunkt kann es für besorgte Anleger Sinn machen, sich frühzeitig über Ausstiegsmöglichkeiten zu informieren. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kommen Rückabwicklungsansprüche insbesondere dann in Betracht, wenn über die Risiken der Anlage nicht ordnungsgemäß aufgeklärt wurde oder die Anlage von vornherein nicht für die Anlageziele des Kunden geeignet war. Der Kunde erhält dann unter Umständen das eingesetzte Geld zurück. „Abhängig davon, ob sich im weiteren Verlauf eventuell darüber hinaus auch herausstellt, dass die Prospektangaben mangelhaft waren, kommen daneben auch so genannte Prospekthaftungsansprüche in Betracht.“ meint Braun.

Betroffene Anleger sollten sich deshalb an einen spezialisierten Rechtsanwalt wenden und etwaige Ansprüche frühzeitig prüfen und gegebenenfalls geltend machen lassen.

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Über den Autor

Rechtsanwalt Franz Braun ist ein Spezialist in Kapitalmarkt- und Gesellschaftsrecht. Zu den wichtigsten Fällen, an denen er beteiligt war, gehörten Premiere/Sky, Griechenland und Porsche/VW.
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