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P&R Container Insolvenz – Schadensersatzklagen gegen P&R Anlagevermittler

CLLB Rechtsanwälte reichen erste Klagen gegen Vermittler von P&R Containern ein – Noch keine Eröffnung des Insolvenzverfahrens

Alle Informationen finden Sie auch auf unserer Übersichtsseite zur Insolvenz der P&R Container Gruppe.

München, 14.06.2018 – Während die endgültige Eröffnung der Insolvenzverfahren über die Vermögen der P&R Gesellschaften noch immer aussteht, hat die auf Kapitalanlagerecht spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei CLLB Rechtsanwälte mit Sitz in München und Berlin erste Klagen auf Schadensersatz gegen einzelne Vermittler von P&R Containern bei verschiedenen Gerichten eingereicht. Hintergrund ist, dass aufgrund der spärlichen Berichterstattung durch P&R eine Plausibilitätsprüfung viele Jahre überhaupt nicht möglich war. D.h. aufgrund der von P&R zur Verfügung gestellten Informationen konnte über einen langen Zeitraum hinweg nicht ordentlich überprüft werden, inwieweit das Geschäftsmodell von P&R überhaupt und vor allem für die Zukunft tragfähig ist.

„Auf diesen Umstand hätten die Anleger von den Vermittlern aber hingewiesen werden müssen.“ meint Rechtsanwalt Franz Braun, Partner bei CLLB. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs muss der interessierte Anleger vom Anlagevermittler darüber informiert werden, wenn eine Plausibilitätsprüfung nicht durchgeführt wurde oder gar nicht möglich ist. Deshalb hatte sich ein renommierter Brancheninformationsdienst immer wieder kritisch mit P&R auseinandergesetzt und sogar vor Haftungsrisiken für die Vermittler von P&R gewarnt.

„Aus meiner Sicht realisieren sich genau diese Risiken jetzt gerade.“ sagt Rechtsanwalt Braun. Zwar habe sich die Informationspolitik von P&R aufgrund gesetzlicher Vorgaben in jüngerer Zeit verbessert. Eine Plausibilitätsprüfung ist in den meisten Fällen aber trotzdem nicht erfolgt. „Sonst wäre die schneeballsystemähnliche Struktur auch aufgefallen – und auch darüber hätten die Anlagevermittler die jeweiligen Anleger aufklären müssen“ behauptet Braun.

Die nunmehr bei unterschiedlichen Landgerichten eingereichten Schadensersatzklagen können auch für andere P&R-Anleger, die insgesamt ca. 3,5 Milliarden Euro in die P&R Container investiert haben, ein Hoffnungsschimmer sein. Denn nach Angaben der vorläufigen Insolvenzverwaltung ist ein Großteil der 1,6 Millionen verkauften Container nicht vorhanden. Die P&R Pleite dürfte der größte Anlageskandal in der Geschichte der Bundesrepublik sein. „Geschädigte Anleger sollten sich nicht hinhalten lassen, sondern Schadensersatzansprüche prüfen lassen.“ meint der Kapitalmarktrechtsexperte Braun.

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Über den Autor

Rechtsanwalt Franz Braun ist ein Spezialist in Kapitalmarkt- und Gesellschaftsrecht. Zu den wichtigsten Fällen, an denen er beteiligt war, gehörten Premiere/Sky, Griechenland und Porsche/VW.
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