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GEOKRAFTWERKE.de GmbH. Zinszahlungen bleiben aus. Handlungsbedarf für Anleger

München, 11.01.2018 – Wie die auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei CLLB Rechtsanwälte mit Sitz in München und Berlin meldet, häufen sich die Anfragen von besorgten Anlegern, die in Gesellschaften der FG Geothermie GmbH investiert haben.

Die FG Geothermie GmbH ist die Muttergesellschaft unter anderem der GEOKRAFTWERKE.de GmbH (vormals Fröschl Geo Kraftwerke GmbH) sowie verschiedener Geothermie Projektgesellschaften wie beispielsweise der Geo Kraftwerk FG Amerang GmbH oder der geoenergie Kirchweihdach GmbH.

Die GEOKRAFTWERKE.de GmbH vertrieb in der Vergangenheit (damals noch firmierend unter Fröschl Geo Kraftwerke GmbH) Namensschuldverschreibungen.

Die Geo Kraftwerk FG Amerang GmbH beispielsweise schloss mit Anlegern sogenannte „Nachrangdarlehen“ ab.

Nach Angaben der GEOKRAFTWERKE.de GmbH sollten Anleger von einem nachhaltigen Investment in die Zukunft der regenerativen Energieerzeugung durch Geothermiekraftwerke in Deutschland profitieren.

Doch bereits im Sommer 2015 berichtete boerse.ARD.de unter der Überschrift „Zinszahlungen Fehlanzeige“ über ausbleibende Zinszahlungen an Anleger der GEOKRAFTWERKE.de GmbH, was mit einem „Abschreibungsbedarf der Projektgesellschaft geoenergie Kirchweihdach begründet wurde.

Die Kanzlei CLLB Rechtsanwälte führt in diesem Zusammenhang bereits ein Klageverfahren gegen die GEOKRAFTWERKE.de GmbH. Der von der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte vertretene Anleger wirft der GEOKRAFTWERKE.de GmbH vor, ihn im Zusammenhang mit dem streitgegenständlichen Investment nicht ordnungsgemäß aufgeklärt zu haben. Der für die GEOKRAFTWERKE.de handelnde Vermittler habe die mit dem Erwerb der Namensschuldverschreibungen verbundenen Risiken verharmlost. Der Anleger fordert deshalb die Rückzahlung des Anlagebetrages, Zug um Zug gegen Rückübertragung der Namensschuldverschreibungen.

Zwischenzeitlich vermehren sich auch die Anfragen von Anlegern, die sog. Nachrangdarlehen ausgereicht haben. So berichtet beispielsweise ein Anleger, der ein Investment über die Geo Kraftwerk FG Amerang GmbH abgeschlossen hat, er sei im Zusammenhang mit seiner Investition nicht darüber aufgeklärt worden, dass ganz erhebliche Verlustrisiken bestehen, die durch die gewählte Konstruktion über ein Nachrangdarlehen sogar noch erhöht werden.

Im Rahmen einer Anlagevermittlung ist jedoch der Vermittler nach ständiger Rechtsprechung zur richtigen und vollständigen Information über diejenigen tatsächlichen Umstände verpflichtet, die für den konkreten Anlageentschluss des Interessenten von besonderer Bedeutung sind. Kommt der Vermittler diesen Verpflichtungen nicht nach, ist der Anleger grundsätzlich so zu stellen, wie er ohne das streitgegenständliche Investment stehen würde. Er erhält also seinen Anlagebetrag zurück und hat im Gegenzug das Anlageobjekt zu übertragen

Ferner ist der Vermittler verpflichtet, das Anlagekonzept, bezüglich dessen er Auskunft erteilt, auf Plausibilität, insbesondere auf wirtschaftliche Tragfähigkeit hin zu prüfen. Er muss das Anlagekonzept des hier zur Verfügung stehenden Prospektes auf inhaltliche Plausibilität überprüfen. Bei fehlender Plausibilität muss er Nachforschungen anstellen oder den Interessenten über Informationslücken unterrichten. Fehlende eigene Sachkunde muss er gleichfalls offenlegen, ebenso wenn der Vermittler mangels Vorliegens entsprechender Informationen nur über unzureichende Kenntnisse über das Konzept verfügt.

Die Kanzlei CLLB Rechtsanwälten rät allen betroffenen Anlegern, die sich im Zusammenhang mit einer Investition in Geothermiekraftwerke unzutreffend aufgeklärt fühlen, den Rat einer spezialisierten Anwaltskanzlei einzuholen. Neben vertraglichen Rückzahlungsansprüchen sind insbesondere Ansprüche auf Schadensersatz wegen fehlerhafter Anlageberatung bzw. Anlagevermittlung zu prüfen.

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Über den Autor

Rechtsanwalt Steffen Liebl hat langjährige forensische Erfahrungen vor allem bei der Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen wegen fehlerhafter Anlageberatung für Mandanten, die Aktien, Aktienfonds, Medienfonds, Schiffsfonds, offene und/ oder geschlossene Immobilienfonds, Lebensversicherungsfonds, Inhaberschuldverschreibungen oder weitere Anlageprodukte erworben hatten.
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