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ThomasLloyd Global High Yield Fund 450 – Risiko für Anleger

München, 26.03.2019. Anlegern des ThomasLloyd Global High Yield Fund 450 drohen massive finanzielle Verluste. Ihre Genussrechte sollen in Aktien umgewandelt werden und die Anleger damit zu Aktionären werden. Wer seine Beteiligung bereits gekündigt hat, wird zudem unter Druck gesetzt. Das Auseinandersetzungsguthaben werde dann zum Stichtag 31.12.2017 auf null Euro festgesetzt. Mit anderen Worten: Das investierte Geld wäre komplett verloren. Und: Die Anleger sollen sich schnell entscheiden. Ihnen wurde eine Frist bis zum 31. März 2019 eingeräumt, um zu entscheiden, ob sie an den Kündigungen festhalten wollen.

„Die Anleger werden massiv unter Druck gesetzt und ihnen wird keine Zeit zum Nachdenken gegeben. Hohe finanzielle Verluste drohen aber in jedem Fall. Denn auch bei einer Umwandlung der Genussrechte in Aktien würden sie viel Geld verlieren. Ein Genussrecht soll dann in eine Aktie mit einem Nennwert von 0,001 Euro am Nominalkapital umgewandelt werden. Das Geld der Anleger ist also in Gefahr. Wehrlos sind sie in dieser Situation aber nicht. Sie können die Möglichkeit einer außerordentlichen Kündigung zum tatsächlichen Wert ihrer Kapitalanlage oder auch die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen prüfen“, sagt Rechtsanwalt István Cocron, CLLB Rechtsanwälte.

Allerdings sollten die Anleger umgehend handeln, denn die Zeit ist knapp. Im Februar 2019 wurden sie von der ThomasLloyd Global Asset Management AG darüber informiert, dass ihre Genussrechte bzw. Genussscheine in Aktien der neu gegründeten Aktiengesellschaft CT Infrastructure Holding Limited (CTIH) umgewandelt werden sollen.

Vor diesem Hintergrund sollen Anleger, die ihre Genussrechte bereits gekündigt haben, nun erklären, ob sie an der Kündigung festhalten wollen. Das hätte zur Folge, dass die Beteiligungswerte der Inhaber aller Genussrechte und Genussscheine zum Stichtag 31.12.2017 temporär auf ein Minimum abzuwerten seien. Sprich: Ihr Geld wäre verloren und sie würden keine Rückzahlungen erhalten. Der Druck auf die Anleger wurde noch dadurch erhöht, dass sie sich schnell entscheiden sollen. Zunächst wurde ihnen eine Frist bis Ende Februar, die nun bis Ende März 2019 verlängert wurde, eingeräumt.

Doch auch bei einer Umwandlung der Genussrechte in Aktien muss mit erheblichen Verlusten gerechnet werden. „Wenn ein Anleger für ein Genussrecht eine Aktie im Nennwert von 0,001 Euro am Nominalkapital erhält, ist sein Geld mehr oder weniger verbrannt“, so Rechtsanwalt Cocron. Allerdings sei es fraglich, ob diese Zwangsumwandlung rechtlich so überhaupt zulässig ist.

„Anleger können nun die Möglichkeit der außerordentlichen Kündigung mit dem Ziel ins Auge fassen, eine Auszahlung zum tatsächlichen Wert ihrer Anlage zu erreichen. Außerdem kann geprüft werden, ob Ansprüche auf Schadensersatz wegen einer fehlerhaften Anlageberatung geltend gemacht werden können, weil beispielsweise über die Option, Genussrechte in Aktien umzuwandeln, nicht aufgeklärt wurde“, so Rechtsanwalt Cocron.

Mehr Informationen: https://www.cllb.de/

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Über den Autor

István Cocron ist Spezialist im Bereich der Beratung von Start-Ups und Unternehmen, im Gesellschafts- und Kapitalanlagerecht sowie der Vertretung von Versicherungsnehmern. Er besitzt umfangreiche forensische Erfahrung und hat bereits etliche Großverfahren für Anleger und Verbraucher aus dem gesamten Bundesgebiet betreut. Rechtsanwalt Cocron beschäftigt sich zudem seit mehren Jahren mit den neuesten Entwicklungen aus dem Bereich der IT, insbesondere den Themen Blockchain und Cryptocurrencies. Er besitzt langjährige Erfahrung im Bereich der nationalen und internationalen Zwangsvollstreckung, ist Mitglied mehrerer Gläubigerausschüsse sowie nationaler und internationaler Vereinigungen von Juristen. Rechtsanwalt Cocron ist Gründungspartner der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte.
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