header-banner

UDI Nachrangdarlehen in Gefahr

München, 14.05.2021. Erneute Hiobsbotschaft für Anleger, die in UDI-Nachrangdarlehen investiert haben. Die Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin hat mit Bescheid vom 10. Mai 2021 angeordnet, dass die Gesellschaften UDI Energie Festzins III GmbH & Co. KG sowie die UDI Energie Festzins VII GmbH & Co. KG ihr Einlagengeschäft sofort einzustellen und abzuwickeln haben. Über eine weitere Gesellschaft, die UDI Energie Festzins VI, hat das Amtsgericht Leipzig bereits am 29. April 2021 das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet.

Nach Angaben der Finanzdienstleistungsaufsicht hat sie die Abwicklung angeordnet, weil die betroffenen UDI-Gesellschaften auf der Grundlage von Darlehensverträgen gewerbsmäßig unbedingt rückzahlbare Anlegergelder angenommen haben und damit das Einlagengeschäft ohne die erforderliche Erlaubnis des BaFin betrieben haben. Damit liegt ein Verstoß gegen das Kreditwesengesetz vor. Die Gesellschaften müssen nun die angenommenen Gelder an die Anleger unverzüglich und vollständig zurückzahlen.

Vor einigen Wochen hatte die BaFin auch die Abwicklung der UDI Energie Festzins VI angeordnet. Da die Gesellschaft die Gelder offensichtlich nicht zurückzahlen konnte, hat sie am 29. April 2021 Insolvenz angemeldet. „Ein ähnliches Szenario droht nun auch für die Gesellschaften UDI Energie Festzins III und VII. Anleger müssen mit erheblichen finanziellen Verlusten rechnen“, sagt Rechtsanwalt István Cocron, CLLB Rechtsanwälte.

Für die Anleger der UDI-Nachrangdarlehen gibt es immerhin auch einen kleinen Lichtblick. Die BaFin dürfte die vereinbarte Nachrangklausel als unwirksam erachten. „Das hat positive Auswirkungen im Fall einer Insolvenz. Die Forderungen der Anleger aus Nachrangdarlehen sind im Normalfall nachranging. Das bedeutet, dass zunächst die Forderungen aller anderen Gläubiger bedient werden und die Anleger leer ausgehen könnten. Ist die Nachrangigkeit jedoch nicht wirksam vereinbart worden, sind die Forderungen der Anleger erstrangig und werden gleichrangig mit den Forderungen der übrigen Gläubiger behandelt“, erklärt Rechtsanwalt Cocron.

Zudem werden Anleger verschiedener UDI-Nachrangdarlehen derzeit offenbar angeschrieben und aufgefordert, einem Schuldenschnitt zuzustimmen. Damit würden die Anleger auf einen großen Teil ihrer Forderungen verzichten. In diesem Zusammenhang hat die BaFin mit der Abwicklungsanordnung noch einen Hinweis veröffentlicht. Dabei empfiehlt sie den Anlegern, sich anwaltlich beraten zu lassen, bevor sie diesem Angebot zustimmen. „So ein Schritt der BaFin ist selten. Offenbar steht sie dem Angebot sehr skeptisch gegenüber“, so Rechtsanwalt Cocron.

Die Lage für die Anleger ist ernst und sie müssen mit erheblichen finanziellen Verlusten rechnen. Ein Ausweg aus dieser Misere kann die Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen sein. Diese können gegen die Anlagevermittler und Anlageberater bestehen, wenn sie nicht ordnungsgemäß über die Risiken der Nachrangdarlehen aufgeklärt haben. Ansprüche kommen aber auch gegen die Verantwortlichen der UDI-Gesellschaften wegen Verstoßes gegen das Kreditwesengesetz in Betracht.

CLLB Rechtsanwälte vertritt bereits zahlreiche Anleger, die in UDI-Nachrangdarlehen investiert haben.

Mehr Informationen: https://www.cllb.de/rechtsgebiete/kapitalmarktrecht/

Pressekontakt: Rechtsanwalt István Cocron, CLLB Rechtsanwälte Cocron, Liebl, Leitz, Braun, Kainz, Sittner Partnerschaftsgesellschaft mbB, Liebigstr. 21, 80538 München, Fon: 089 552 999 50, Fax: 089 552 999 90; Mail: cocron@cllb.de   Web: www.cllb.de


Haben Sie Fragen zum Fall?

    Name *

    E-Mail-Adresse *

    Telefonnummer

    Nachricht *

    Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere diese.

    Diese Seite ist durch das Google reCAPTCHA vor Spam-Anfragen geschützt. Es gelten die Google Datenschutzrichtlinie und Nutzungsbedingungen.


    Über den Autor

    István Cocron ist Spezialist im Bereich der Beratung von Start-Ups und Unternehmen, im Gesellschafts- und Kapitalanlagerecht sowie der Vertretung von Versicherungsnehmern. Er besitzt umfangreiche forensische Erfahrung und hat bereits etliche Großverfahren für Anleger und Verbraucher aus dem gesamten Bundesgebiet betreut. Rechtsanwalt Cocron beschäftigt sich zudem seit mehren Jahren mit den neuesten Entwicklungen aus dem Bereich der IT, insbesondere den Themen Blockchain und Cryptocurrencies. Er besitzt langjährige Erfahrung im Bereich der nationalen und internationalen Zwangsvollstreckung, ist Mitglied mehrerer Gläubigerausschüsse sowie nationaler und internationaler Vereinigungen von Juristen. Rechtsanwalt Cocron ist Gründungspartner der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte.
    030 / 288 789 60
    030 / 288 789 620

      Kostenfreie Beratung sichern
      Beantworten Sie nur 3 kurze Fragen und sichern Sie sich unsere kostenfreie und unverbindliche Beratung zu Ihrer persönlichen Situation.

      Bei welchen Anbietern haben Sie gespielt?

      Weiter
      Kostenfreie Beratung sichern

      Wie viel Geld haben Sie in den letzten 8 Jahren verloren?

      Weiter
      Kostenfreie Beratung sichern

      Mit welchem/welchen Spielernamen sind Sie auf den Online-Casinos aktiv?

      Weiter
      Das war’s schon
      Hinterlassen Sie in den folgenden Feldern nun noch Ihre Kontaktdaten, damit wir Sie zu Ihrem Fall näher beraten können. Einer unserer Anwälte wird sich daraufhin innerhalb von 48 Stunden bei Ihnen per Mail oder Telefon melden. Hierfür entstehen Ihnen selbstverständlich keinerlei Kosten.



      close-link