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Fehlerhafte Kupferspirale – CLLB Rechtsanwälte setzt Schmerzensgeld durch

München, 17.11.2022. Abgebrochene Seitenärmchen bei fehlerhaften Kupferspiralen des Herstellers Eurogine führten dazu, dass sich betroffene Frauen medizinischen Eingriffen unterziehen mussten. Das Landgericht Hamburg hat mit Urteil vom 14.11.2022 entschieden, dass Eurogine als Hersteller der fehlerhaften Spirale einer Frau Schmerzensgeld zahlen muss. Das Urteil hat CLLB Rechtsanwälte erstritten.

Aufgrund von Materialfehlern bei bestimmten Kupferspiralen von Eurogine kam es 2019 zunächst zu einer Warnmeldung und schließlich zum Rückruf der betroffenen Chargen. Die Mandantin von CLLB Rechtsanwälte hatte sich allerdings schon 2018 eine Kupferspirale einsetzen lassen. Etwa drei Jahre später passierte es. Die Spirale löste sich, weil ein Seitenärmchen abgebrochen war. In der Folge musste sich die Patientin zwei Eingriffen, davon einer unter Vollnarkose, unterziehen, um das abgebrochene Ärmchen zu entfernen. „Wir haben daher gegen den Hersteller auf Schmerzensgeld geklagt“, sagt Rechtsanwalt István Cocron, CLLB Rechtsanwälte.

Das LG Hamburg sprach der Frau Schmerzensgeld zu. Es sei davon auszugehen, dass das Seitenärmchen aufgrund eines Produktfehlers abgebrochen sei. Andere Gründe seien nicht ersichtlich. Eurogine habe die fehlerhafte Kupferspirale auf den Markt gebracht und hafte daher gemäß Produkthaftungsgesetz, entschied das Gericht. Zu berücksichtigen sei dabei auch, dass sich die Klägerin zwei Eingriffen unterziehen musste, die auch mit einer psychischen Belastung und der Sorge verbunden gewesen seien, ob der Eingriff gut verläuft und keine gesundheitlichen Schäden zurückbleiben, führte das Gericht weiter aus.

„Das Urteil zeigt, dass Eurogine als Hersteller der fehlerhaften Kupferspiralen in der Haftung steht. Damit ist der Weg für weitere Klagen betroffener Frauen auf Schadenersatz und Schmerzensgeld frei“, sagt Rechtsanwalt István Cocron, CLLB Rechtsanwälte.

Mehr Informationen: https://www.cllb.de/kupferspiralen-eurogine-klage/


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    Über den Autor

    Rechtsanwalt István Cocron, B.A. studierte Rechtswissenschaften und Kunstgeschichte an der LMU München. Seine derzeitigen Tätigkeitsschwerpunkte sind die Beratung und Vertretung von Verbrauchern in den Bereichen des Glücksspielrechts, DSGVO-Verfahren, Datenhacks, Crypto & Schadenersatzrecht. Herr Cocron ist seit mehreren Jahren auch im Fintech-Sektor tätig, insbesondere im Bereich der Neuen Technologien und dort den Themen Blockchain und Kryptowährungen. Herr Cocron verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich der nationalen und internationalen Zwangsvollstreckung, ist Mitglied in mehreren Gläubigerausschüssen und nationalen und internationalen Anwaltsvereinigungen.

    Rechtsanwalt Cocron ist u.a. Mitglied in folgenden Interessenvertretungen:

    - Arbeitsgemeinschaft Bank- und Kapitalmarktrecht des Deutschen Anwaltvereins
    - Deutscher Anwaltverein
    - der Deutsch-Israelischen Juristenvereinigung
    - der Europäischen Anwaltsvereinigung
    - Fachverband für Glücksspielsucht FAGS
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