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Fehlerhafte Kupferspiralen von Eurogine – CLLB Rechtsanwälte erstreiten Urteil

München, Berlin 21.10.2022 – Die auf Verbraucherschutzrecht spezialisierte Kanzlei CLLB Rechtsanwälte hat bereits über die fehlerhaften Kupferspiralen des spanischen Herstellers Eurogine berichtet.

Nunmehr hat, soweit ersichtlich, erstmalig ein deutsches Gericht den spanischen Hersteller Eurogine zur Zahlung von Schmerzensgeld verurteilt. In dem vor dem Landgericht Limburg a.d. Lahn geführten Prozess wurde der betroffenen Patientin eine in der Warnmeldung des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) genannte Spirale, die Ancora, eingesetzt. Obwohl die Spirale eigentlich ohne Probleme für mindestens drei Jahre hätte liegen bleiben dürfen, sind die Ärmchen, aufgrund der fehlerhaften Dispergierung des Materials, beim Versuch die Spirale zu entfernen, gebrochen und in der Gebärmutter verblieben.

Dies war für die betroffene Frau mit enormen Schmerzen, insbesondere körperlicher, aber auch psychologischer Natur verbunden. Hinzu kamen ärztliche Eingriffe an einem besonders sensiblen und intimen Bereich zur Entfernung der Seitenarme.

Die Beklagte bestritt im Prozess das Vorliegen eines Produktfehlers. Zu Unrecht, wie nun das Landgericht Limburg feststellte und die Rechtsansicht von CLLB Rechtsanwälten bestätigte. Aufgrund der Tatsache, dass das konkrete Medizinprodukt einem Serienschaden ausgesetzt war, spricht der Beweis des ersten Anscheins bereits für das Vorliegen eines Produktfehlers. Damit wies das Produkt einen objektiven Sicherheitsmangel auf, der potenziell zu einem Schaden führen konnte, so das Gericht weiter und verurteilte den Hersteller auf Zahlung von Schmerzensgeld.

Das Urteil gibt den betroffenen Frauen, welche sich bisher noch nicht für eine Klage entschieden haben, weitere Rechtssicherheit, dass Schmerzensgeldansprüche berechtigt sind. Ferner wird es auch in den laufenden Verfahren eine positive Signalwirkung entfalten, so Rechtsanwalt Ruigrok van de Werve, von der Kanzlei CLLB, der das Urteil erstritt.

CLLB Rechtsanwälte raten daher, Ansprüche im Zusammenhang mit Schmerzensgeld von einer spezialisierten Kanzlei notfalls auch gerichtlich geltend zu machen, um nicht unnötig auf Entschädigungsansprüche zu verzichten.


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    Über den Autor

    Rechtsanwalt István Cocron, B.A. studierte Rechtswissenschaften und Kunstgeschichte an der LMU München. Seine derzeitigen Tätigkeitsschwerpunkte sind die Beratung und Vertretung von Verbrauchern in den Bereichen des Glücksspielrechts, DSGVO-Verfahren, Datenhacks, Crypto & Schadenersatzrecht. Herr Cocron ist seit mehreren Jahren auch im Fintech-Sektor tätig, insbesondere im Bereich der Neuen Technologien und dort den Themen Blockchain und Kryptowährungen. Herr Cocron verfügt über langjährige Erfahrung im Bereich der nationalen und internationalen Zwangsvollstreckung, ist Mitglied in mehreren Gläubigerausschüssen und nationalen und internationalen Anwaltsvereinigungen.

    Rechtsanwalt Cocron ist u.a. Mitglied in folgenden Interessenvertretungen:

    - Arbeitsgemeinschaft Bank- und Kapitalmarktrecht des Deutschen Anwaltvereins
    - Deutscher Anwaltverein
    - der Deutsch-Israelischen Juristenvereinigung
    - der Europäischen Anwaltsvereinigung
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