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Online-Casino muss Spieler Verluste in Höhe von 14.000 Euro erstatten

München, 23.12.2021. Über ein vorgezogenes „Weihnachtsgeschenk“ kann sich ein Spieler freuen, der beim Online-Glücksspiel ca. 14.000 Euro verloren hat. Das Landgericht Heilbronn hat mit Urteil vom 22. Dezember 2021 entschieden, dass die Anbieterin des Glücksspiels, die Electra Works Ltd. mit Sitz in Gibraltar, den Verlust erstatten muss, da sie mit ihrem Angebot gegen das Verbot aus dem Glücksspielstaatsvertrag verstoßen hat (Az.: Bu 8 O 208/20).

CLLB Rechtsanwälte hat das Urteil erstritten und zum wiederholten Mal erreicht, dass ein Anbieter von Online-Glücksspielen in Deutschland einem Spieler seine Verluste ersetzen muss. Hintergrund ist, dass in Deutschland bis Juli 2021 ein weitreichendes Verbot für Online-Glücksspiel bestand. Das Verbot umfasste auch das Anbieten der Glücksspiele im Internet. „Trotz des Verbots aus dem Glücksspielstaatsvertrag haben viele Anbieter ihre Online-Casinos auch für Spieler in Deutschland u.a. mit deutschsprachigen Webseiten leicht zugänglich gemacht. Sie haben die Spieleinsätze allerdings ohne rechtliche Grundlage erlangt und müssen die Verluste deshalb erstatten“, erklärt Rechtsanwalt István Cocron, CLLB Rechtsanwälte.

Das verhielt sich in dem Fall, den das LG Heilbronn entschieden hat, nicht anders. Der Kläger nahm über die deutschsprachige Webseite www.bwin.com/de der Beklagten zwischen 2018 und 2020 an Online-Glücksspielen teil. Seine Verluste summierten sich in den zwei Jahren auf rund 14.000 Euro, die er nun zurückforderte.

Das LG Heilbronn gab der Klage statt. Die Beklagte habe gegen das in Deutschland laut § 4 Abs. 4 Glücksspielstaatsvertrag geltende Verbot von Online-Glücksspielen verstoßen. Die Spielverträge zwischen ihr und dem Kläger seien daher nichtig. Die Beklagte habe die Spieleinsätze illegal erlangt und müsse dem Kläger die Verluste erstatten, so das Gericht.

Das Verbot für Online-Glücksspiel in Deutschland ist zwar zum 1. Juli 2021 gelockert worden. „Das gilt aber nicht rückwirkend und der Anbieter muss außerdem eine gültige Lizenz für das Angebot von Online-Glücksspielen in Deutschland haben. Spieler haben daher nach wie vor gute Aussichten, ihre Verluste zurückverlangen zu können“, so Rechtsanwalt Cocron.

Mehr Informationen:  https://www.cllb.de/online-casino-geld-zurueck-mit-anwalt


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    Über den Autor

    István Cocron ist Spezialist im Bereich der Beratung von Start-Ups und Unternehmen, im Gesellschafts- und Kapitalanlagerecht sowie der Vertretung von Versicherungsnehmern. Er besitzt umfangreiche forensische Erfahrung und hat bereits etliche Großverfahren für Anleger und Verbraucher aus dem gesamten Bundesgebiet betreut. Rechtsanwalt Cocron beschäftigt sich zudem seit mehren Jahren mit den neuesten Entwicklungen aus dem Bereich der IT, insbesondere den Themen Blockchain und Cryptocurrencies. Er besitzt langjährige Erfahrung im Bereich der nationalen und internationalen Zwangsvollstreckung, ist Mitglied mehrerer Gläubigerausschüsse sowie nationaler und internationaler Vereinigungen von Juristen. Rechtsanwalt Cocron ist Gründungspartner der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte.
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