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Altersbedingte Makuladegeneration (AMD), Erstattungspflicht einer privaten Krankenkasse

München, 03.06.2019. Wie die auf Versicherungsrecht spezialisierte Kanzlei CLLB Rechtsanwälte mit Sitz in München und Berlin berichtet, führt die Behandlung einer altersbedingten Makuladegeneration (AMD) häufig zu Streitigkeiten zwischen Versicherungsnehmern und ihren privaten Krankenkassen.

Die altersbedingte Makuladegeneration ist die Hauptursache schwerer Sehbehinderungen bei Menschen über 60 Jahren. Dabei gehen Sehzellen in der Netzhautmitte, die scharfes und farbiges Sehen vermitteln, zugrunde.

Bei der Behandlung dieser AMD erstatten private Krankenversicherungen häufig nur die Behandlung mit einem Wirkstoff, der außerhalb der eigentlichen arzneimittelrechtlichen Zulassung liegt. So auch in einem konkreten Sachverhalt, der gegenwärtig vor dem Landgericht München II anhängig ist. In diesem Fall geht es um die Umstellung der Therapie der an AMD erkrankten mitversicherten Ehefrau des Mandanten der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte. Nachdem sich die Krankenversicherung weigerte, die Kosten dieser Therapieumstellung zu übernehmen, wurde durch die Kanzlei CLLB Rechtsanwälte Klage zum Landgericht München II erhoben. Im Rahmen dieses Klageverfahrens wurde ein augenfachärztliches Gutachten über die Frage eingeholt, ob die Therapieumstellung medizinisch notwendig gewesen sei und somit von der Krankenkasse zu tragen ist.

Das augenfachärztliche Gutachten kam in diesem Verfahren zu dem Ergebnis, dass die Therapieumstellung zweifelsfrei medizinisch notwendig und überdies erfolgreich war.

Die Sachverständige kommt in diesem Verfahren auch zu dem Ergebnis, dass der Wirkstoff, den die private Krankenversicherung zu bezahlen bereit war, nach den medizinischen Unterlagen offensichtlich nicht mehr gewirkt hat.

Auch wenn in diesem Verfahren eine Entscheidung des Gerichts noch aussteht, belegt das eigenholte fachärztliche Sachverständigengutachten eindrucksvoll, dass die Auffassung von privaten Krankenkassen über die medizinische Notwendigkeit von Behandlungsmaßnahmen oftmals nicht mit den anerkannten medizinischen Maßstäben in Einklang zu bringen ist.

Versicherungsnehmer, deren ärztlich angeordnete Behandlungsmaßnahmen nicht von der privaten Krankenversicherung übernommen werden, sollten deshalb den Rat einer spezialisierten Anwaltskanzlei einholen. Oftmals erteilen bestehende Rechtsschutzversicherungen Kostendeckungszusage für eine juristische Auseinandersetzung mit der privaten Krankenversicherung. Gerade bei der Frage einer optimalen medizinischen Versorgung sollte die Auffassung einer privaten Krankenversicherung nicht leichtfertig und unkritisch akzeptiert werden.

Die Kanzlei CLLB Rechtsanwälte vertritt Mandanten in allen versicherungsrechtlichen Fragen.

Pressekontakt:  Rechtsanwalt Steffen Liebl, CLLB Rechtsanwälte Cocron, Liebl, Leitz, Braun, Kainz, Sittner Partnerschaft mbB, Liebigstraße 21, 80538 München, Fon: 089-552 999 50, Fax: 089-552 999 90; Mail: kanzlei@cllb.de Web: www.cllb.de

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Über den Autor

Rechtsanwalt Steffen Liebl hat langjährige forensische Erfahrungen vor allem bei der Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen wegen fehlerhafter Anlageberatung für Mandanten, die Aktien, Aktienfonds, Medienfonds, Schiffsfonds, offene und/ oder geschlossene Immobilienfonds, Lebensversicherungsfonds, Inhaberschuldverschreibungen oder weitere Anlageprodukte erworben hatten.
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