header-banner

Gutachten der HDI Lebensversicherung AG widerlegt

Sachverständiger des Landgerichts Kempten widerlegt Gutachten der HDI Lebensversicherung AG und stellt Berufsunfähigkeit wegen Depression fest.

München, den 16. November 2015 – Ein von dem Landgericht Kempten gerichtlich bestellter Sachverständiger hat ein Erstgutachten des Vertrauensarztes der HDI Lebensversicherung AG als nicht nachvollziehbar bewertet und die Berufsunfähigkeit des Versicherungsnehmers der HDI Lebensversicherung AG wegen Depression bejaht. Ausgangspunkt des Verfahrens war die Berufsunfähigkeit des Versicherungsnehmers Anfang des Jahres 2013 wegen einer Depression, die eine bis zum heutigen Tag andauernde Krankschreibung zur Folge hatte. Der Versicherungsnehmer, der bei der HDI Lebensversicherung im Jahr 2003 eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hatte, informierte hierüber die Versicherung, die daraufhin bis Ende des Jahres 2013 Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung zusagte.

Im Februar 2014 forderte die HDI Lebensversicherung den Versicherungsnehmer auf, sich von ihrem Vertrauensarzt ärztlich untersuchen zu lassen. Der Versicherungsnehmer kam dieser Aufforderung zwar nach, allerdings wurde die Untersuchung abgebrochen, weil es zu erheblichen Differenzen mit dem Personal des Gutachters gekommen war. Dies hielt den Gutachter aber nicht davon ab, ein Gutachten zu erstellen und hierin die Berufsfähigkeit des Versicherungsnehmers festzustellen.

Daraufhin wandte sich der Versicherungsnehmer hilfesuchend an CLLB Rechtsanwälte und bat um Unterstützung. Die auf Versicherungs- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei richtete daraufhin ein Anspruchsschreiben an die HDI Lebensversicherung. Hierin legte die Kanzlei dar, warum die Berufsunfähigkeit des Mandanten fortbestehe und das Gutachten fehlerhaft war. Die HDI Lebensversicherung ließ sich hiervon aber nicht beirren und hielt an ihrer Weigerung, Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung zu zahlen, fest.

Der Mandant von CLLB Rechtsanwälte sah sich daher gezwungen, Klage einzureichen. Das Landgericht Kempten tat daraufhin das einzig Richtige und ordnete eine erneute Begutachtung an.

Das Ergebnis dieser Untersuchung durch einen gerichtlich bestellten Sachverständigen fiel eindeutig aus und kommt einer Ohrfeige für die HDI Lebensversicherung gleich. Denn der gerichtlich bestellte Sachverständige ließ kein gutes Haar an dem Erstgutachten. So stellte er fest, dass das Vorgehen des Erstgutachters „Standards der Gutachtenerstellung widerspreche“, sodass „Mindeststandards einer Gutachtenerstellung nicht erfüllt seien“. Die Argumentation des Erstgutachters mute eigentümlich an und „widerspricht den klinischen-forensisch-psychiatrischen Erfahrungen“. Insgesmat sei daher die Diagnose „nicht überzeugend und entspricht nicht dem, was alle anderen (Fach-)Ärzte festgestellt haben“, sodass das Gutachten nicht nachvollziehbar sei.

Das Verfahren bestätigt nach Ansicht von Rechtsanwalt Christian Luber, LL.M., M.A., von der auf Wirtschaftsrecht spezialisierten Kanzlei CLLB Rechtsanwälte mit Büros in München und Berlin die fragwürdige Vorgehensweise einiger Versicherungsgesellschaften. „Es ist leider so, dass regelmäßig Gutachen von Vertrauensärzten der Versicherungsgesellschaften nicht unbedingt vollständig objektiv sind. In einem solchen Fall bleibt dann nur noch die Möglichkeit, die Fehlerhaftigkeit des Gutachtens herauszuarbeiten und das Gutachten durch ein Gericht überprüfen zu lassen“, so Rechtsanwalt Christian Luber.

Rechtsanwalt Luber empfiehlt daher Versicherungsnehmern, bei Problemen mit der Versicherungsgesellschaft zeitnah anwaltlichen Rat von auf Versicherungsrecht spezialisierten Rechtsanwälten einzuholen.

CLLB-Rechtsanwälte ist eine der führenden deutschen Kanzleien auf dem Gebiet des Wirtschaftsrechts. Wir vertreten in ausgewählten Fällen Geschädigte in komplexen wirtschaftsrechtlichen Fällen, insbesondere Versicherungsnehmer gegenüber ihren Versicherungsunternehmen und Geschädigte von Kapitalanlagegeschäften.

Unser Spezialgebiet ist die Schadenskompensation, d.h. unsere Mandanten profitieren insbesondere von dem über viele Jahre in zahllosen Prozessen gegen verantwortliche Personen und Gesellschaften gesammelten Wissen unserer Anwälte. Die von uns geführten Verfahren erstrecken sich auf so gut wie alle Gerichte in der gesamten Bundesrepublik.

Anerkennung haben insbesondere unsere Erfolge bei komplexen wirtschaftsrechtlichen Fällen gefunden. Seit nunmehr neun Jahren arbeiten mittlerweile dreizehn hochspezialisierte Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen daran, für unsere Mandanten bereits verloren geglaubtes Geld wieder zurück zu holen. Es liegt auf der Hand, dass dabei juristische Präzision und prozessstrategische Überlegungen eine entscheidende Rolle spielen.

Wir sind etablierter Ansprechpartner für diverse Schutzvereinigungen und unsere Reputation ist, genauso wie der Finanzmarkt, international. Wir haben Standorte in München und Berlin und arbeiten darüber hinaus auch eng mit Kooperationspartnern aus beinahe allen europäischen Staaten und den USA zusammen.

Pressekontakt: Rechtsanwalt Christian Luber, LL.M., M.A., CLLB Rechtsanwälte, Liebigstr. 21, 80538 München, Fon: 089/ 552 999 50, Fax: 089/552 999 90; Mail: kanzlei@cllb.de Web: www.cllb.de; www.cllb-versicherungsrecht.de


Über den Autor

Fachanwalt für Versicherungsrecht
Rechtsanwalt Christian Luber hat umfassende Kenntnisse bei der Vertretung von Anlegern. Er ist ein Spezialist für Schadensersatzverfahren von Schiffsfonds-Geschädigten. Christian Luber hat mehrjährige Erfahrung bei der Betreuung von Anspruchstellern gegenüber Versicherungsgesellschaften.
+49 (0)89 / 552 999-50
+49 (0)89 / 552 999-90