Erstattungsansprüche prüfen lassen!

1 Kontakt aufnehmen

2 Kostenfreie Einschätzung

3 Wahrung und Durchsetzung Ihrer Rechte

Alexander Kainz

Widerspruch / Rücktritt bei Lebens- und Rentenversicherungen

Verbraucher können in vielen Fällen, sowohl bei gekündigten als auch bei noch laufenden Lebens- und Rentenversicherungen, die bezahlten Beiträge zurückfordern.

Lebens- und Rentenversicherungen werden auf Grund der hohen Abschlusskosten und der niedrigen Überschussbeteiligung zunehmend kritisch gesehen. Viele Verbraucher haben daher diese Verträge bereits gekündigt oder tragen sich mit dem Gedanken dies zu tun. Beachtet werden sollte in diesen Fällen, dass nicht selten statt einer Kündigung die meist lukrativere Form des Widerspruchs oder Rücktritts zur Verfügung steht.

Dies gilt grundsätzlich selbst dann, wenn die entsprechende Versicherung bereits gekündigt und der Rückkaufswert vereinnahmt wurde.

Wann steht mir ein Widerspruchs- bzw. Rücktrittsrecht bei Lebens- und Rentenversicherungen zu?

Falls nachfolgende Kriterien bei Ihnen erfüllt sind, können Sie grundsätzlich entweder Geld von Ihrer Versicherung zurückfordern oder sich günstig von Ihrer Lebens- oder Rentenversicherung lösen:

  • Abschluss der Lebens- oder Rentenversicherung zwischen dem 29.07.1994 und 31.12.2007
  • Fehlende oder unzutreffende Belehrung über das Widerspruchsrecht / Rücktrittsrecht

Sofern Sie im Zeitraum vom 29.07.1994 bis 31.12.2007 eine Lebens- oder Rentenversicherung abgeschlossen haben und nicht oder nicht richtig über das Widerspruchsrecht / Rücktrittsrecht belehrt wurden, können Sie auch heute noch von dem Widerspruchsrecht / Rücktrittsrecht Gebrauch machen und Ihre eingezahlten Beiträge zurückverlangen und sogar eine Nutzungsentschädigung fordern. Besonders attraktiv ist eine derartige Möglichkeit für jene Anleger, die erst vergleichsweise spät ihre Lebens- oder Rentenversicherung abgeschlossen haben, da dort der Rückkaufswert oft weit unter den eingezahlten Beiträgen liegt. In vielen Fällen hat der Verbraucher selbst dann, wenn die Versicherung bereits gekündigt und der Rückkaufswert ausbezahlt wurde, noch die Möglichkeit des Widerspruchs / Rücktritts und damit der Rückabwicklung des Vertrages.

Musterschreiben für den Widerspruch / Rücktritt bei Lebens- und Rentenversicherungen

Musterschreiben (docx – ab Word 2007)

Typische Fehler einer Widerspruchs- bzw. Rücktrittsbelehrung

Ein typischer Fehler einer Widerspruchsbelehrung / Rücktrittsbelehrung ist beispielsweise die fehlende Angabe darüber, dass für die rechtzeitige Ausübung des Widerspruchs-/Rücktrittsrechts die rechtzeitige Absendung des Widerspruchs / Rücktritts genügt.

Darüber hinaus fordert der Bundesgerichtshof die Einhaltung des Deutlichkeitsgebots, das heißt die Widerspruchsbelehrung / Rücktrittsbelehrung muss sich vom übrigen Vertragstext abheben.

Weiterer, nicht selten vorkommender Fehler bei Verträgen ab August 2001 ist der fehlende Hinweis darauf, dass ein Widerspruch auch in Textform möglich ist. Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil ab August 2001 die Erklärung des Widerspruchs beispielsweise mittels E-Mail ausreicht.

Folgen des Widerspruchs / Rücktritts

Sofern die Widerspruchsbelehrung / Rücktrittsbelehrung dem Verbraucher nicht zuging bzw. derart fehlerhaft war, dass die Widerspruchsfrist nicht in Gang gesetzt wurde, steht dem Verbraucher auch heute grundsätzlich noch die Möglichkeit offen, den Widerspruch / Rücktritt zu erklären. Im Falle eines erfolgreichen Widerspruchs / Rücktritts werden dem Verbraucher die eingezahlten Beiträge erstattet. Darüber hinaus hat der Verbraucher Anspruch auf Nutzungsersatz, da der Versicherer zwischenzeitlich mit dem einbezahlten Kapital arbeiten konnte.

Um diesen Nutzungsersatzanspruch zu berechnen, hat die Kanzlei CLLB Rechtsanwälte Kontakt zu einem Aktuar, der für nahezu jede Versicherung entsprechende Berechnungen anstellt.

In Abzug gebracht werden müssen lediglich die Risikoanteile, also jene Kosten, die auf den Versicherungsschutz während der Laufzeit des Vertrages entfallen. Diese Kosten sind häufig in den Versicherungsunterlagen genannt, ansonsten kann mit einem Widerspruch auch die Versicherung aufgefordert werden, den Risikoanteil zu beziffern. Abzuziehen ist gegebenenfalls auch die abgeführte Kapitalertragsteuer nebst Solidaritätszuschlag. Sofern die Versicherung bereits gekündigt und der Rückkaufswert vereinnahmt wurde, ist diese Zahlung ebenfalls in Abzug zu bringen. Hinsichtlich fondsgebundener Lebensversicherungen hat der Bundesgerichtshof in einem Urteil aus dem Jahre 2015 entschieden, dass Fondsverluste ebenfalls in Abzug gebracht werden dürfen. Nicht abgezogen werden dürfen hingegen Abschluss- und Verwaltungskosten oder ein eventuell erfolgter Ratenzahlungszuschlag.

Auch bei Riester-Renten kann sich der Widerspruch lohnen

Grundsätzlich besteht auch bei Riester-Renten die Möglichkeit der Rückabwicklung. Zu beachten ist allerdings in diesem Fall, dass sowohl die Zulagen als auch die Steuerrückzahlungen abgezogen werden können. Auf der anderen Seite gilt es zu berücksichtigen, dass bei Riester-Rentenversicherungen häufig hohe Abschlusskosten angefallen sind, die von der Versicherung bei erfolgreichem Widerspruch / Rücktritt nicht in Abzug gebracht werden dürfen.

Kostenübernahme durch Rechtschutzversicherung?

Weigert sich die Lebens- oder Rentenversicherung rechtswidrig nach erklärtem Widerspruch / Rücktritt den berechtigten Forderungen des Versicherungsnehmers nachzukommen, so ist häufig eine eventuell beim Verbraucher vorhandene Rechtsschutzversicherung eintrittspflichtig.

In diesem Fall trägt die Rechtschutzversicherung grundsätzlich sämtliche Kosten der rechtlichen Interessenvertretung durch einen Rechtsanwalt, also auch die Kosten eines etwaigen Klageverfahrens.

Kostenlose Erstprüfung durch die CLLB

Die Kanzlei CLLB Rechtsanwälte mit ihren Standorten in München und Berlin unterstützt Sie gerne bei der Prüfung und Durchsetzung möglicher Ansprüche. Da unsere Kanzlei bereits zahlreiche Widerspruchsbelehrungen überprüft hat, können wir Ihnen sogar eine kostenlose kursorische Erstprüfung zu der Frage anbieten, ob aus unserer Sicht eine fehlerhafte Widerspruchsbelehrung / Rücktrittsbelehrung vorhanden ist. Auch die Beantragung der Deckungszusage bei einer eventuell vorhandenen Rechtschutzversicherung übernehmen wir für Sie kostenfrei.

Sprechen Sie uns an, wir unterstützen Sie bei Ihrem Anliegen!

Da die Kanzlei CLLB Rechtsanwälte bereits auf mehr als 10 Jahre Erfahrung in der Vertretung von Mandanten im Kapitalanlagerecht zurückgreifen kann, sind wir ein zuverlässiger Partner an Ihrer Seite, wenn es darum geht, Ihre Rechte durchzusetzen. Unsere Kanzlei ist in Deutschland an zwei Standorten, München und Berlin, vertreten und vertritt Versicherungsnehmer in der gesamten Bundesrepublik.

Name *

E-Mail-Adresse *

Telefonnummer

Nachricht *

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere diese.

Weiterführende Links

28. Februar 2017

Ihr Ansprechpartner

Alexander Kainz hat langjährige forensische Erfahrungen vor allem bei der Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen wegen fehlerhafter Anlageberatung für Mandanten, die Aktien, Aktienfonds, Medienfonds, Schiffsfonds, offene und/ oder geschlossene Immobilienfonds, Lebensversicherungsfonds oder ähnliche Anlageprodukte erworben hatten.
Kommunizieren Sie mit ihm ganz so, wie Sie sich am besten aufgehoben fühlen:
089 / 552 999 50
089 / 552 999 90

 

Aktuelle Beiträge zum Thema Renten- und Lebensversicherung

Verkauf von Lebensversicherungen – OLG Nürnberg bestätigt Erlaubnispflicht nach Kreditwesengesetz

01.07.2015 | Themen: ,
Aylin Pratsch 01.07.2015 18. Mai 2016

München, 01.07.2015 – Wie die auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei CLLB Rechtsanwälte mit Sitz in München und Berlin meldet, bestätigt das OLG Nürnberg mit Entscheidung vom 05.12.2014 Schadensersatzansprüche von Inhabern von Lebensversicherungen, die diese an Lebensversicherungshändler verkauft haben.

weiterlesen

BGH entscheidet erneut verbraucherfreundlich zur Verjährung des Widerspruchsrechts bei Lebens- und Rentenversicherungsverträgen

Alexander Kainz 27.04.2015 18. Mai 2016

München, 24.04.2015 – In seinem Urteil vom 08.04.2015, Az. IV ZR 103/15,  hat sich der Bundesgerichtshof erneut mit dem Widerspruchsrecht nach dem sogenannten Policenmodell bei Lebens- und Rentenversicherungen beschäftigt und klargestellt, wann der Rückforderungsanspruch des Versicherungsnehmers verjährt. 

weiterlesen

WWW.CLLB-Versicherungsrecht.de: Bundesgerichtshof verurteilt Allianz Versicherung zur Rückzahlung von Versicherungsprämien bei Lebensversicherungen – Rückzahlungsansprüche in Millionenhöhe für Kunden der gesamten Versicherungsbranche möglich

Christian Luber 09.05.2014 18. Februar 2016

München, den 8. Mai 2014:  Der Bundesgerichtshof hat die Allianz AG zur Rückzahlung von Versicherungsprämien einer Lebensversicherung verurteilt. Geklagt hatte ein Kunde der Allianz AG, der bei der Gesellschaft eine Lebensversicherung abgeschlossen hatte. Nachdem er den Vertag mehrere Jahre lang bespart hatte, kündigte er schließlich im Jahr 2008 seine Lebensversicherung. Anstatt aber den gesamten einbezahlten […]

weiterlesen

Bundesgerichtshof entscheidet, dass einige Klauseln in Allgemeinen Versicherungsbedingungen bei Lebensversicherungsverträgen unwirksam sind. CLLB Rechtsanwälte prüfen Ansprüche.

Istvan Cocron 26.07.2012 25. Juli 2016

München, 26.07.2012. Wie der Tagespresse zu entnehmen ist, hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einem von der Verbraucherzentrale Hamburg geführten Verfahren einige Klauseln in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen als intransparent und unwirksam erachtet. Betroffen sind insbesondere die Klauseln, die den Rückkaufswert bei Lebensversicherungen regeln.

weiterlesen

BAC Life Trust: Lebensversicherungsfonds werben um Darlehen zur Vermeidung der Insolvenz – CLLB Rechtsanwälte beraten Anleger

10.04.2012 | Themen: ,
Istvan Cocron 10.04.2012 25. Juli 2016

 München, 10.04.2012: Nach Informationen der CLLB Rechtsanwälte werben die BAC Life Trust Fonds 6 und 11 inzwischen um Gesellschafterdarlehen, um eine konkret bevorstehende Insolvenz noch abwenden zu können. Konkret wird für ein Gesellschafterdarlehen beim BAC Life Trust 6 mit einer Verzinsung von 12 % geworben. Allerdings werden die Anleger unter Zeitdruck gesetzt, da sie bis […]

weiterlesen

CLLB Rechtsanwälte informieren über MPC Lebensversicherungsfonds und mögliche Schadenersatzansprüche

21.02.2012 | Themen: ,
Istvan Cocron 21.02.2012 25. Juli 2016

München, 14.02.2012 Die MPC Capital AG hat mehrere Lebensversicherungsfonds aufgelegt. Anleger hatten die Möglichkeit, sich an einem von 16 Fonds zu beteiligen, die in deutsche oder britische Lebensversicherungen investieren. Einige Anleger sind mit der Entwicklung der Fonds unzufrieden und wandten sich daher an die auf Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei CLLB Rechtsanwälte.

weiterlesen

Debi Select – CLLB Rechtsanwälte informiert: Falschberatung ? Berater empfahlen mehrfach den Verkauf von Lebensversicherungen zur Investition in Debi Select Fonds – Welche Rolle spielte die Inter Consult Factoring beim Verkauf der Lebensversicherungen?

17.01.2012 | Themen: ,
Vera Reis 17.01.2012 17. Februar 2016

München, Berlin, 17.01.2012 Die Kanzlei CLLB Rechtsanwälte hat bereits mehrere Klagen gegen diverse Anlageberater und Anlageberatungsgesellschaften eingereicht, die Beteiligungen an den Debi Select Fonds vermittelt haben. 

weiterlesen