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Investoren des ICO der Envion AG weiter verunsichert

Vorstand M. Woestmann wendet sich mit Email an die Anleger – CLLB Rechtsanwälte bereitet erste Klagen gegen die Envion AG und weitere Verantwortliche vor
 

Berlin, München, 20.06.2018

Nur einen Tag vor dem Termin zur mündlichen Verhandlung vor dem LG Berlin, wendet sich der Vorstand der Envion AG, Herr Matthias Woestmann am heutigen Mittwoch, den 20.06.2018 um 14:50 Uhr mit einem „letter to envion investors“ an die Anleger der Envion AG.

Im Rahmen des Informationsschreibens werden die Anleger darüber informiert, dass nun von Seiten der Envion AG die internationale Prüfungsgesellschaft BDO mit einem vollständigen Audit hinsichtlich der Kapitalerhöhung der Envion AG beauftragt wurde. Aus welchen Mitteln diese unvorhergesehenen und auch im Whitepaper nicht prospektierten „Audit-Kosten“ bestritten werden, bleibt unbeantwortet, so dass davon auszugehen sein dürfte, dass auch die Kosten für die Beauftragung der BDO mit den Geldern der Investoren aus dem ICO beglichen werden.

Weiter führt der Vorstand aus, dass anscheinend von Seiten der Founder der Envion AG von Seiten der Geschäftsführung der Envion AG angeforderte Prüfungsunterlagen nicht an die BDO herausgegeben wurden.

Envion hätte daher Rechtsanwälte mit der Durchsetzung dieser Forderungen gegenüber den Foundern beauftragt. Zwischenzeitlich sei sogar eine Klage gegen die Founder eingereicht worden, um die Herausgabe der angeforderten Unterlagen gerichtlich zu erzwingen.

Der Vorstand der Envion AG versichert gegenüber den Anlegern des ICO, dass die eingenommenen Vermögenswerte aus dem ICO mit Ausnahme eines Betrags in Höhe von 12.284,00 Ether und 525 Bitcon, die nach Aussage des Vorstands der Envion AG noch bei den Foundern liegen und von diesen zurückgefordert werden, sicher und vollständig bei der Envion AG vorliegen. Die vorgesehenen Mining-Investitionen können allerdings, anders als im Whitepaper vorgesehen, erst weiter vorangetrieben werden, wenn das Audit Verfahren abgeschlossen ist.

Wie bereits in der Presse berichtet, wurden von Seiten des Vorstands der Envion AG, Matthias Woestmann IT-Forensiker der Blockchain Intelligence Group (BIG) beauftragt, die Vorgänge rund um die 40 Mio. mehrproduzierten Token zu untersuchen. Nach Aussage des Vorstands der Envion AG, wurden die Vorwürfe nunmehr auch technisch bestätigt.

Ende Februar 2018 erhielt der Vorstand der Envion AG Kenntnis davon, dass zusätzlich zu den im Whitepaper prospektierten 100 Mio. EVN Token rund 40 Mio. weitere, „illegale“ Token erzeugt wurden, ohne die Anleger und Investoren darüber zu informieren. Davon sind offenbar mehr als 20 Mio. Token an entsprechenden Kryptobörsen (Crypto-Exchanges) verkauft und damit versilbert worden. Anleger erklärten nun gegenüber der Kanzlei CLLB, dass sie die EVN nicht erworben hätten, hätten sie gewusst, dass „hinter ihrem Rücken“ weitere 40 Mio. Token produziert werden, die den Kurswert der EVN Token verwässern.

Nun liegt eine aktuelle und umfangreiche technische Analyse des ICO durch die Experten der kanadischen BIG vor. Die Vorwürfe der Anleger wurden durch die BIG bestätigt.

In den letzten Tagen und Wochen meldete sich eine Vielzahl betroffener Investoren des Envion Skandals bei der in München und Berlin ansässigen Kanzlei CLLB Rechtsanwälte, um Schadenersatzansprüche gegen die Envion AG und die hier verantwortlichen Personen prüfen zu lassen.

Da die Vorwürfe der prospektwidrigen Mehrproduktion von EVN Token von Seiten der Geschäftsführung der Envion AG öffentlich zugestanden wurden, ist für die Kanzlei CLLB Rechtsanwälte nicht nachvollziehbar, warum das Unternehmen auf anwaltliche Schreiben ihrer Investoren nicht reagiert, erläutert Rechtsanwalt István Cocron, von der Kanzlei CLLB.

CLLB hat sich daher im Namen einiger von ihr vertretener Investoren mit Schreiben vom Dienstag, den 19.06.2018, nochmal direkt an den Vorstand der Envion AG, Herrn Matthias Wöstmann gewandt, diesmal unter seiner Privatadresse in Berlin.

Investoren bei Envion sollten daher prüfen, ob ihnen ggf. ebenfalls Schadenersatzansprüche zustehen. Die Kanzlei CLLB Rechtsanwälte ist darüber hinaus für sämtliche Hinweise und Unterlagen dankbar, die zur weiteren Aufklärung verwendet werden können.

 


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Über den Autor

István Cocron ist Spezialist im Bereich der Beratung von Start-Ups und Unternehmen, im Gesellschafts- und Kapitalanlagerecht sowie der Vertretung von Versicherungsnehmern. Er besitzt umfangreiche forensische Erfahrung und hat bereits etliche Großverfahren für Anleger und Verbraucher aus dem gesamten Bundesgebiet betreut. Rechtsanwalt Cocron beschäftigt sich zudem seit mehren Jahren mit den neuesten Entwicklungen aus dem Bereich der IT, insbesondere den Themen Blockchain und Cryptocurrencies. Er besitzt langjährige Erfahrung im Bereich der nationalen und internationalen Zwangsvollstreckung, ist Mitglied mehrerer Gläubigerausschüsse sowie nationaler und internationaler Vereinigungen von Juristen. Rechtsanwalt Cocron ist Gründungspartner der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte.
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