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Online-Casino- Spieler erhält über € 100.000,00 von Gericht zugesprochen

München, 06.09.2021. Dem Spieler dürften tonnenschwere Steine vom Herzen gefallen sein. Er hatte knapp 250.000 Euro beim Glücksspiel im Online-Casino verloren. Das Geld ist jedoch nicht weg. Die World of Sportsbetting Limited mit Sitz in Malta hätte ihr Glücksspiel in Deutschland gar nicht erst anbieten dürfen, entschied das Landgericht Leipzig. Mit dem Angebot habe sie gegen den Glücksspielstaatsvertrag verstoßen und müsse dem Kläger deshalb seinen Verlust vollständig ersetzen, machte das Gericht deutlich.

Seit dem 1. Juli 2021 sind die Regeln für das Online-Glücksspiel zwar etwas gelockert worden, davor herrschte bis auf wenige Ausnahmen allerdings ein strenges Verbot für das Glücksspiel im Internet. Nach dem Glücksspielstaatsvertrag war auch das Anbieten von Online-Glücksspielen verboten. „Das Verbot hat viele Anbieter mit Sitz im EU-Ausland aber nicht davon abgehalten, ihre Online-Casinos auch für Spieler in Deutschland leicht zugänglich zu öffnen. Da sie gegen das Verbot verstoßen haben, müssen sie die Verluste erstatten“, erklärt Rechtsanwalt István Cocron, CLLB Rechtsanwälte.

 

In dem Fall vor dem LG Leipzig hatte der Kläger über die deutschsprachige Internet-Domain „leovegas“ der Anbieterin an den Online-Glücksspielen von seinem Wohnort in Deutschland aus teilgenommen. Dabei verlor er mehr und mehr Geld. Am Ende hatte er über € 100.000,00 verloren. Diesen Betrag verlangte er nun von der Anbieterin zurück.

 

Die Klage hatte Erfolg. Die World of Sportsbetting Limited mit Sitz in Malta habe mit ihrem Angebot des Online-Casinos gegen den Glücksspielstaatsvertrag verstoßen und müsse dem Kläger den Verlust vollständig ersetzen, so das LG Leipzig.

 

Die Regelungen im Glücksspielstaatsvertrag sind erst zum 1. Juli 2021 gelockert worden. „Die Änderungen wirken sich nicht rückwirkend aus. Bis dahin war Online-Glücksspiel bis auf wenige Ausnahmen verboten und die Spieler haben gute Chancen, ihr verlorenes Geld zurückzuholen“, sagt Rechtsanwalt Cocron.

 

Auch nach der Reform sind dem Online-Glücksspiel in Deutschland nicht Tür und Tor geöffnet. „Nur wer eine entsprechende Lizenz hat und die strengen Vorgaben einhält, darf in Deutschland Glücksspiele im Internet anbieten“, so Rechtsanwalt Cocron.

 

Mehr Informationen:  https://www.cllb.de/online-casino-geld-zurueck-mit-anwalt


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    Über den Autor

    István Cocron ist Spezialist im Bereich der Beratung von Start-Ups und Unternehmen, im Gesellschafts- und Kapitalanlagerecht sowie der Vertretung von Versicherungsnehmern. Er besitzt umfangreiche forensische Erfahrung und hat bereits etliche Großverfahren für Anleger und Verbraucher aus dem gesamten Bundesgebiet betreut. Rechtsanwalt Cocron beschäftigt sich zudem seit mehren Jahren mit den neuesten Entwicklungen aus dem Bereich der IT, insbesondere den Themen Blockchain und Cryptocurrencies. Er besitzt langjährige Erfahrung im Bereich der nationalen und internationalen Zwangsvollstreckung, ist Mitglied mehrerer Gläubigerausschüsse sowie nationaler und internationaler Vereinigungen von Juristen. Rechtsanwalt Cocron ist Gründungspartner der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte.
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