Online Casino: Geld aus Glücksspiel mit Anwalt zurückfordern
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Istvan Cocron

Online Casino: Geld aus Glücksspiel mit Anwalt zurückfordern

Wer Geld beim Online-Glücksspiel verloren hat, kann sich dieses wieder zurückholen. Warum das möglich ist und wie Sie Ihr verlorenes Geld wieder zurückfordern können, lesen Sie hier.

Das Wichtigste im Überblick

Zusammenfassung
  • 1) Fast alle Online Casinos auf dem deutschen Markt sind illegal.
  • 2) Verlorenes Geld kann ggf. vom Online Casino oder von den Zahlungsanbietern (Bank, Paypal etc.) zurückgefordert werden.
  • 3) Der Rückforderungsanspruch muss ab dem Einzahlungszeitpunkt innerhalb von drei Jahren zum Jahresende gestellt werden.

Online Casinos in Deutschland gesetzlich illegal

Der Markt an Online Casinos ist riesig und ein beispielhafter Milliardenmarkt. Allein im Jahr 2017 haben Anbieter von Online Casinos in Deutschland einen Umsatz von 14,17 Milliarden Euro erzielt (Jahresreport 2017 der Glücksspielaufsichtsbehörden der Länder).

Was aber vor allem vielen Spielern nicht klar ist: Online Casinos sind in Deutschland – bis auf wenige Ausnahmen – grundsätzlich illegal und nach § 4 Abs. 4 im Glücksspielstaatsvertrag gesetzlich verboten. Auch das Strafgesetzbuch ist hier mit § 284 eindeutig und untersagt öffentliche Glücksspiele, sofern sie nicht behördlich genehmigt wurden – und das ist nur selten der Fall. Ausnahmen bilden hier staatliche Lotterien oder Sportwetten. Am 8. Juli 2019 bestätigte zudem das Oberverwaltungsgericht Schleswig-Holstein das Verbot von Online-Glücksspiel, nachdem ein auf Malta ansässiger Anbieter von Online-Glücksspielen geklagt hatte, um in Schleswig-Holstein seinen Dienst anbieten zu dürfen.

Mann spielt in einem Online Casino an seinem Laptop

Auszeichnungen & Gütesiegel sind häufig irreführend

Um das Vertrauen der Nutzer zu gewinnen und sich als seriöses und behördlich genehmigtes Online Casino zu präsentieren, greifen die Betreiber auf vermeintlich geprüfte Gütesiegel á la „Made in Germany“ oder „In Europa lizensiert“ oder anderweitige Auszeichnungen & Zertifikate zurück. Solche Siegel stammen jedoch häufig nicht aus Deutschland, sondern wurden dem Online Casino in Ländern wie Malta oder Großbritannien erteilt. Und das macht die Casinos in Deutschland somit dennoch illegal.

Schleswig-Holstein hat in der Vergangenheit legale Lizenzen zwar einmal verteilt, diese sind mittlerweile jedoch allesamt erloschen und somit ungültig. Und auch, wenn der Sitz des Online Casinos im Ausland liegt: Bietet der Betreiber seinen Dienst auf dem deutschen Markt an, gilt für ihn das deutsche Recht. Online Casinos, welche über keine Gütesiegel aus Deutschland verfügen, betreiben ihren Dienst in Deutschland somit weiterhin verbotenerweise. Dadurch haben Spieler einen Anspruch auf die Rückforderung Ihrer gezahlten Einsätze.

Geld zurückfordern von Online Casino

Da Online Casinos nach deutschem Recht illegal sind, können Spieler ihr dort verlorenes Geld vom Casino-Betreiber wieder zurückfordern. Ansprüche hierauf können ab dem Einzahlungszeitpunkt innerhalb von drei Jahren zum Jahresende durchgesetzt werden.

Rechenbeispiel
  • Wer z. B. im April 2018 eine Einzahlung bei einem Online Casino getätigt hat, hat bis Ende 2020 Rückforderungsansprüche auf sein Geld.

Was zunächst einfach klingt, ist in der Praxis jedoch mit gewissen Hürden verbunden, die der Laie nur selten alleine überwinden kann. Im Falle eines Rückforderungsanspruchs ist daher rechtliches Know-how essenziell, um erfolgreich gegen den Online Casino Betreiber vorgehen zu können.

Eine Hand hält mehrere Geldscheine in der Hand

Rückforderungsansprüche gegen Banken, PayPal und andere

Rückforderungsansprüche können jedoch nicht nur ausschließlich gegen das Online Casino selbst gestellt werden. Ansprüche können auch bestehen gegen

  • Banken
  • Kreditkartenanbieter
  • Bezahldienste wie Paypal und andere

Die erfolgten Geldeinsätze werden häufig über diese Zahlsysteme abgewickelt. Da Online Glücksspiel in Deutschland aber verboten ist, hätten diese Zahlungsvorgänge gar nicht erst stattfinden dürfen. Der Kreditkartenanbieter bspw. ist in der Pflicht, jeglichen Zahlungsverkehr abzuweisen, wenn dieser der Teilnahme an einem verbotenen Online Glücksspiel dient. Dass die Rechtslage eindeutig ist, zeigt das Verbot, das am 17. Juni 2019 vom Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport ausgesprochen wurde. Einem international tätigen Bezahldienst wurde mit dem Verbot die Mitwirkung bei Zahlungen im Zusammenhang mit Online-Glücksspiel entzogen. Weitere Bezahldienste haben auf das Verbot bereits reagiert und ebenfalls Zahlungen an Online-Casinos eingestellt. Zahlungsanbieter, die solche Zahlungen weiterhin zulassen, verletzen ihre Kontrollpflicht und es können Rückzahlungsansprüche geltend gemacht werden, um sich sein eingezahltes Geld wieder zurückzuholen. Dies wurde in Urteilen der Amtsgerichte München und Leverkusen bereits bestätigt. Auch die CLLB hat bereits eine Klage gegen PayPal eingereicht, um das verlorene Geld eines Mandanten zurückzufordern.

Online Casino im Ausland: Einzahlungen dennoch zurückfordern

Aufgrund des Verbots von Online Glücksspiel in Deutschland, haben viele Online Casinos ihren Sitz im Ausland. Bietet das Casino sein Angebot aber für den deutschen Markt an, bestehen dennoch Ansprüche auf Rückzahlungen. Der Sitz des Online Casinos im Ausland entschuldigt hierbei nicht, da in Deutschland angebotene Dienstleistungen auch nach deutschem Recht betrieben werden müssen.

Verlorenes Geld mit unserem Anwalt zurückholen

Wer sein verlorenes Geld bei einem Online Casino zurückfordern möchte, sollte auf die Beratung und das Know-how eines Anwalts zurückgreifen. Auch wenn die deutsche Rechtslage eindeutig ist, ist die Rückforderung der eingezahlten Geldbeträge in der Regel mit einem hohen Aufwand verbunden. Wenn Sie nicht sicher sind, ob Sie entsprechende Forderungen an ein Online Casino stellen können, empfehlen wir Ihnen eine kostenlose Erstberatung durch unseren Anwalt. Gerne prüfen wir Ihren Fall kostenfrei und unverbindlich und teilen Ihnen mit, welche Möglichkeiten Sie haben.

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Letzte Aktualisierung: 11. Juli 2019

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István Cocron ist Spezialist im Bereich der Beratung von Start-Ups und Unternehmen, im Gesellschafts- und Kapitalanlagerecht sowie der Vertretung von Versicherungsnehmern. Er besitzt umfangreiche forensische Erfahrung und hat bereits etliche Großverfahren für Anleger und Verbraucher aus dem gesamten Bundesgebiet betreut. Rechtsanwalt Cocron beschäftigt sich zudem seit mehren Jahren mit den neuesten Entwicklungen aus dem Bereich der IT, insbesondere den Themen Blockchain und Cryptocurrencies. Er besitzt langjährige Erfahrung im Bereich der nationalen und internationalen Zwangsvollstreckung, ist Mitglied mehrerer Gläubigerausschüsse sowie nationaler und internationaler Vereinigungen von Juristen. Rechtsanwalt Cocron ist Gründungspartner der Kanzlei CLLB Rechtsanwälte.
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